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    Rente - ein Buch mit sieben Siegeln

    Rente - ein Buch mit sieben Siegeln

    In der öffentlichen Debatte über den notwendigen Kurswechsel der Rentenpolitik fliegen häufig Zahlen durch den Raum, die für den Einzelnen kaum nachvollziehbar sind. Die Deutsche Rentenversicherung hat nun der Öffentlichkeit ein sehr nutzerfreundliches neues Statistikportal zur Verfügung gestellt, das in vielen kniffligen Fällen mit Daten und Fakten hilfreiche Antworten gibt. Seit Jahresbeginn hat jedermann und jedefrau online Zugang zu den wichtigsten statistischen Informationen der Rentenversicherung. Die interaktive Online-Datenbank macht Zahlen zu den Themenschwerpunkten Rente, Rehabilitation und Versicherung transparent, sie ermöglicht allen Nutzer*innen eine gezielte Recherche in den Statistiken der Deutschen Rentenversicherung.

    Das Statistikportal unterstützt die konkrete Diskussion zur Rentenpolitik mit den aktuellen Zahlen, etwa in den Gewerkschaften oder in der Sozialen Selbstverwaltung. Sie erleichtert den Überblick über die aktuelle Faktenlage auch zur Vorbereitung auf politische Diskussionen. Die bereitgestellten statischen themenspezifischen Tabellen lassen sich dynamisch kombinieren. Je nach Bedarf und Zielgruppe haben die Nutzer die Möglichkeit, auf Basis der Starttabellen, eigene Auswertungsergebnisse zu erstellen. Bundesland, Altersgruppe, Staatsangehörigkeit oder Geschlecht sind Variablen, die hinzugefügt werden können, wenn man differenzierte Daten braucht. Die „prozessproduzierten Basisdaten der gesetzlichen Rentenversicherung“ sind eine wichtige Grundlage zur Bewertung der sozialen Sicherung in Deutschland.

    Um im Rahmen der DGB-Kampagne „Rente muss reichen“ erfolgreich zu sein, helfen differenzierte Kenntnisse z. B. auch über die spezifischen Daten der besonders von Altersarmut Betroffenen, von Frauen und Migrat*innen und der in hybriden Arbeitsverhältnissen arbeitende Menschen. Die zentrale sozialpolitische Forderung, der seit Mitte des Jahres angelaufenen Rentenkampagne des DBG und seiner Mitgliedsgewerkschaften, die immer mehr Fahrt aufnimmt, ist eine gute gesetzliche Rente für alle: #RenteMussReichen (http://rente-muss-reichen.de.)

    Die Stabilisierung des Rentenniveaus ist als Baustein einer guten Alterssicherung heute für morgen unverzichtbar. Gerade für diejenigen, die durch Lücken in der Erwerbsbiografie, die sich im Alter zu „Rentenlücken“ ausweiten, von Altersarmut bedroht sind, sind weitere stabilisierende Maßnahmen von zentraler Bedeutung. ver.di den Schwerpunkt im Rahmen der Rentenkampagne daher auch auf die Alterssicherung von Frauen. Spezifische Daten zur gesetzlichen Rentenversicherung sind unabdingbar wertvoll für die anstehenden Debatten, denn sie weisen uns den Weg, um zielgenau für diejenigen kämpfen zu können, für die die Rente heute nicht mehr für ein gutes Leben im Alter reicht.