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Ausbildung statt Abschiebung

Ausbildung statt Abschiebung

Wir fordern ein Bleiberecht für unseren Kollegen Anwar Khan Safi

Anwar Khan Safi ist 2014 aus dem Bürgerkriegsland Afghanistan nach Deutschland geflüchtet. Mittlerweile spricht er fließend Deutsch und hat 2016/2017 eine Ausbildung zum Krankenpflegehelfer in Augsburg durchlaufen. Seit August ist er im Klinikum angestellt und dort auch in unserer Gewerkschaft und in der Tarifbewegung für eine bessere Personalbemessung engagiert. Jetzt soll die dreijährige Ausbildung zur Pflegefachkraft folgen. Doch die drohende Abschiebung könnte alles zunichtemachen. 

Das muss verhindert werden!

Solidaritätserklärung Anwar Khan Safi ver.di

Wer Integration will, muss die Rahmenbedingungen dafür schaffen, dass sie gelingt. Die fehlende Rechtssicherheit beim Aufenthaltsstatus, die Bedrohung durch Abschiebungen und die Aussetzung und Einschränkungen des Familiennachzugs tragen zu Unsicherheit und unsicherer Perspektive bei. Doch Integration braucht gleiche Rechte. Wir sind überzeugt, dass junge Geflüchtete die eine Ausbildung aufnehmen, nicht abgeschoben werden dürfen.

Abschiebungen in sogenannte sichere Drittstaaten – insbesondere nach Afghanistan – sind zu stoppen. Den Rechtsruck in der Gesellschaft werden wir nicht durch Abschiebungen und Ausgrenzung stoppen, sondern nur durch eine solidarische Politik, die Geflüchtete nicht kriminalisiert und sie mit Arbeitsverboten belegt. Es ist ermutigend zu sehen, wie viele Beschäftigte und Kolleginnen und Kollegen von ver.di sich mit Anwar solidarisieren. Das ist die richtige Antwort auf den Druck von rechts und die zunehmenden Angriffe auf die Interessen von Migrantinnen und Migranten – unsere Alternative heißt Solidarität!

ver.di Bundesmigrationsausschuss, 14. Oktober 2017

Mehr Infos zum Fall und zur unter anderem von Monika Brandl und Frank Bsirske unterschriebenen Petition, die sich für ein Bleiberecht für den Kollegen Safi einsetzt, finden sich auf den Seiten des ver.di-Fachbereichs Gesundheit und Soziales.