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ver.di-Arbeitstagung für CDA/CSA-Mitglieder

ver.di-Arbeitstagung für CDA/CSA-Mitglieder

„Daseinsvorsorge aus ethischer Verantwortung“

Regelmäßig zum Jahresauftakt treffen sich christlich-soziale Gewerkschafter*innen in Mosbach, um sich inhaltlich auf die bevorstehenden Aufgaben vorzubereiten. Dieses Jahr stand die Tagung unter dem Motto „Daseinsvorsorge aus ethischer Verantwortung“. Viele Teilnehmer*innen sind nicht nur aktive Gewerkschafter*innen, sondern auf kommunaler, Landes- oder Bundesebene politisch mitverantwortlich für Entscheidungen, bei denen oft schwierige Interessenabwägungen stattfinden müssen. Dafür bedarf es eines klaren Kompasses, der immer wieder auf diesen Tagungen erarbeitet wird, um dann in Alltagshandeln überführt zu werden.

ver.di-Bildungsstätte in Mosbach ver.di ver.di-Bildungszentrum Mosbach

Auch in diesem Jahr waren wieder einige Mitglieder des Deutschen Bundestages zu Gast, mit denen die Anforderungen der christlich-sozialen ver.dianer*innen an den Gesetzgeber diskutiert wurden. Ebenso waren die Ergebnisse der Bundestagswahlen und die sich daraus ergebende politische Situation Gegenstand der Beratungen. Die Hoffnung, bereits über ein zukünftiges Regierungsprogramm diskutieren zu können, war vergeblich, die Verhandlungen liefen noch.

Christian Bäumler, der stellvertretende Bundesvorsitzende der CDA, stellte dem Plenum vor, welche Themen die Sondierungsgespräche bislang bestimmten. Die stellvertretende DGB-Vorsitzende Elke Hannack zeigte in einem Kurzreferat die Schwerpunktthemen der Gewerkschaften für die neue Legislaturperiode auf und gab eine erste Einschätzung dazu, wie und ob diese in einer möglichen Großen Koalition umgesetzt werden könnten.

Aus aktuellem Anlass war das Schwerpunktthema dieses Jahres die zukunftssichere Finanzierung des öffentlichen Personennahverkehrs in Verbindung mit den Vergaberichtlinien. Dazu waren Dr. Sigrid Nikutta, Vorstandschefin der Berliner Verkehrsbetriebe, und Christina Behle, das zuständige ver.di-Bundesvorstandsmitglied, aus Berlin angereist. Ergänzt wurden deren Ausführungen durch einen Vortrag von Marco Steinborn, dem stellvertretenden Betriebsratsvorsitzenden der Kölner Verkehrsbetriebe. Die lebhafte Debatte machte das große Interesse der Anwesenden an dieser Thematik deutlich, denn auch auf der letzten Tagung 2017 tauchten bereits Fragestellungen rund um den öffentlichen Personennahverkehr auf.

Last, but not least informierte Dagmar König, Tagungsleiterin und ver.di Bundesvorstandsmitglied, über die Strukturveränderungen in ver.di – sowohl bezogen auf die Landesbezirke als auch auf die Gesamtstruktur der Bundesverwaltung und den Bundesvorstand. Ein weiteres Thema waren die guten Ergebnisse von ver.di bei den Sozialwahlen und die sich daraus ergebenden Möglichkeiten.

Darüber hinaus wurden in Arbeitsgruppen Forderungen und Anträge erarbeitet, die nun in die verschiedensten Gremien weitergetragen und – soweit möglich – auch beschlossen und umgesetzt werden sollen. Mit Blick auf die Schwerpunkte der Tagung sind dies einerseits Aktionen zur Auftragsvergabe im öffentlichen Personennahverkehr als auch die sogenannte Mosbacher Erklärung, in der Anforderungen an die zukünftige Regierungspolitik formuliert sind.