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Weiterbildung im digitalen Zeitalter

Weiterbildung im digitalen Zeitalter

Wir leben in einer Welt, die sich immer schneller wandelt. Dieser Wandel betrifft alle Lebensbereiche und wer nicht abgehängt werden will, muss sich rechtzeitig darauf einstellen.

Dazu gehören auch das lebenslange Lernen und die ständige Weiterbildung, um den neuen Anforderungen gerecht werden zu können. Was im privaten Bereich vielleicht noch ausdiskutiert wird, ist in der Arbeitswelt längst Realität. Unternehmen setzen auf technologischen Wandel, Anforderungen und Berufsbilder ändern sich. Wer auch morgen noch seinen Arbeitsplatz gut ausfüllen will, soll schon heute seine Bereitschaft zur Weiterbildung deutlich machen. Hierbei sind alle Akteure gefragt: Beschäftigte und Arbeitgeber, Gesetzgebung und die Bundesagentur für Arbeit.

Vorausschauende Akteure denken mit: Sie sorgen dafür, dass die Beschäftigten rechtzeitig auf neue Technologien und Aufgaben vorbereitet werden, damit keine gewinnbringende Arbeitszeit aus Mangel an Sachverstand verloren geht. Sie kümmern sich auch frühzeitig darum, den Wegfall von Tätigkeiten durch neue, andere Aufgaben zu kompensieren und die Beschäftigten dafür passgenau qualifiziert zu haben. Davon profitieren beide Seiten.

Eines muss klar sein: je früher Weiterbildung ansetzt, umso besser. Es ist nicht sinnvoll zu warten, bis die Beschäftigten arbeitslos geworden sind, weil ihnen die passende Qualifikation gefehlt haben. Vielmehr soll Weiterbildung noch während der Beschäftigung erfolgen, um spätere Arbeitslosigkeit zu verhindern. Insbesondere für kleine und mittelständische Unternehmen ist dafür über Unterstützungsmaßnahmen nachzudenken, damit sie und ihre Beschäftigten den Transformationsprozess gut bewältigen können.

Ein besonderes Augenmerk muss dabei denen gelten, die es schon jetzt schwerer als andere haben in der Arbeitswelt: Alleinerziehende, Leistungsgeminderte, Geringqualifizierte. Für sie sind spezielle Angebote zu entwickeln, die es ihnen ermöglichen, ihre besonderen Fähigkeiten und Fertigkeiten sinnvoll einzubringen.

Der Fortschritt ist nicht aufzuhalten – und das wollen wir auch nicht. Wir wollen aber auch niemanden auf dem Weg in die Arbeitswelt der Zukunft zurücklassen, denn ein wirtschaftlich starkes Deutschland muss auch ein soziales und solidarisches Deutschland sein!