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ver.di bei Sozialwahlen erfolgreich

ver.di bei Sozialwahlen erfolgreich

Die Beteiligung an den Sozialwahlen lag in diesem Jahr bei rund 30 Prozent. Damit konnte der Abwärtstrend gestoppt und sogar eine leichte Stärkung der Wahlbeteiligung erreicht werden. Dagmar König, im ver.di-Bundesvorstand zuständig für Arbeitsmarkt und Sozialpolitik, bewertet das Wahlergebnis aus ver.di-Sicht als positiv. Vielfach hätte ver.di seine Stimmenanteile vergrößern können. Bei der Techniker Krankenkasse (TK) habe ver.di einen Sitz dazu gewonnen und sei jetzt mit zwei Sitzen im Verwaltungsrat vertreten. Bei der Deutschen Rentenversicherung Bund und der hkk hätten die deutlichen Stimmenzuwächse allerdings nicht zu weiteren Sitzen geführt. In drei weiteren Ersatzkassen sei es gelungen, die Zahl der Sitze gleich zu halten. Damit hätten sich die Anstrengungen von ver.di im Wahlkampf gelohnt.

Logo zur späteren Sozialwahl bei der BARMER BARMER

Bei der BARMER wählen die Mitglieder erst im Herbst ihr Versichertenparlament. Grund dafür ist die Fusion mit der Deutschen BKK zum 1. Januar 2017. Mit dem späteren Termin wollte man der neu entstandenen Kasse die Gelegenheit geben, die Sozialwahlen korrekt zu organisieren. Die Wahlunterlagen werden ab dem 28. August verschickt, bis zum 4. Oktober müssen sie wieder bei der BARMER eingegangen sein.

Axel Schmidt, im Ressort 5 zuständig für die Sozialwahlen, weist auf die große Nachfrage nach ver.di Materialien hin. Insbesondere an den Filmen, in denen die Figur Viola alles Wissenswerte rund um die Sozialwahl erklärt, sei das Interesse groß gewesen.

Viola-Pappaufsteller anl. Sozialwahlen 2017 ver.di Viola

Neuland hatte ver.di in diesem Jahr mit zwei Wahlkampfstrategien betreten. Zum einen wurden in den drei Wochen vor dem Wahltermin am 31. Mai gezielt Facebook-Nutze*innen angesprochen, die die TK gelikt haben. Damit wurden rund 300.000 Menschen erreicht, größtenteils in der Altersgruppe zwischen 24 und 35 Jahren, eine wichtige Zielgruppe, die zumeist eher wenig Interesse für die Sozialwahlen zeigt.

Zum anderen hatte ver.di erstmals in Zusammenarbeit mit abgeordnetenwatch.de die Frage- und Antwort-Plattform sozialversicherung.watch ins Leben gerufen. Hier war es möglich, den Spitzenkandidat*innen der ver.di-Listen bei der Deutschen Rentenversicherung Bund, der TK, der hkk, der DAK-Gesundheit und der KKH Fragen zu ihrer Selbstverwaltungstätigkeit und ihren Plänen in der Selbstverwaltung zu befragen. Insgesamt 270 Fragen wurden gestellt. Die Antworten können jetzt noch unter https://sozialversicherung.watch nachgelesen werden. Die Versicherten der BARMER können ihre Kandidat*innen noch bis zu ihrem Wahltermin im Herbst befragen.

Damit leistet ver.di einen wichtigen Beitrag zur Transparenz und stärkt die Kommunikationsmöglichkeiten zwischen den Wahlberechtigten und denjenigen, die die Interessen der Versicherten in den Selbstverwaltungen vertreten.

UNSER DANK GILT ALL JENEN, DIE MIT IHRER WAHL VER.DI STARK GEMACHT HABEN !