Nachrichten

Ich habe Rücken!

Ich habe Rücken!

Oder wie die Gesundheitskompetenz gestärkt werden kann

Rund ein Viertel aller Arbeitsunfähigkeitstage (AU-Tage) sind durch Muskel-Skelett-Erkrankungen verursacht. „Ich habe Rücken“ bringt sehr gut zum Ausdruck, was sehr viele Beschäftigte plagt: häufige oder sogar chronische Rückenschmerzen. Diese können durch körperlich schwere Arbeit, oft verbunden mit Fehlhaltungen, verursacht sein, aber auch durch einseitige, monotone Arbeit und durch Bewegungsmangel. Psychische Fehlbelastungen können diese Zusammenhänge deutlich verstärken.

Dieses ist der Grund für eine enge Kooperation von ver.di mit der GDA, der sogenannten „Gemeinsamen Deutschen Arbeitsschutzstrategie“, einem im Arbeitsschutzgesetz verankerten Bündnis von Bund, Ländern und Unfallversicherung. Bereits im März-Newsletter dieses Jahres haben wir unter dem Titel „Bewusst bewegen – auch im Job“ über eine Online-Handlungshilfe für Beschäftigte informiert. Hierbei kann sich der Einzelne über medizinische Zusammenhänge, über individuelle Tipps und über mögliche Unterstützung im Betrieb informieren.

Seminarmodul „Gelebte Gesundheit am Arbeitsplatz – auf das WIE kommt es an“ GDA

Eine weitere Handlungshilfe für Führungskräfte und Experten ist nun online.

Hierbei geht es um ein dreistündiges Seminarmodul als Einführung in das Thema MSE. Es kann also bei Seminaren genutzt werden oder zum Beispiel bei der betrieblichen Unterweisung der Beschäftigten. Es kann auch genauso von der betrieblichen Interessenvertretung genutzt werden.

Ziel des Moduls ist es, die Gesundheitskompetenz der Beschäftigten und damit den betrieblichen Arbeits- und Gesundheitsschutz zu stärken. Wichtige Voraussetzung hierfür ist eine gelebte Mitbestimmung und Präventionskultur im Betrieb.

Die Seminarmodule stellen somit eine sehr nützliche und wichtige Ergänzung in einem funktionierenden Arbeitsschutzsystem dar. Hierzu gehören als Voraussetzung eine vollständige Gefährdungsbeurteilung und eine deutliche Mitarbeiterorientierung im Rahmen der schon genannten Präventionskultur.

Unsere Empfehlung: Einfach mal ausprobieren!