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    Die inklusive Arbeitswelt gestalten

    Die inklusive Arbeitswelt gestalten

    Bericht von der teilhabepolitischen Fachtagung der ver.di

    Weiterbildung 4.0 ist die Antwort auf Arbeiten 4.0: Weiterbildung und (Um-)Qualifizierung erhalten aufgrund der dynamischen Entwicklungen in Gesellschaft und Arbeitswelt eine herausragende Bedeutung. Um auf die sich wandelnden Herausforderungen auf dem Arbeitsmarkt vorbereitet zu sein, spielt lebenslanges Lernen eine zunehmend wichtige Rolle. Dies gilt für alle Menschen gleichermaßen und wird u. a. durch die Digitalisierung und sich wandelnde Berufsbilder vorangetrieben. Umso wichtiger ist es, dass der Zugang zur Weiterbildung auch für Menschen mit Behinderungen gewährleistet ist, insbesondere dann, wenn eine berufliche Umorientierung aufgrund gesundheitlicher Beeinträchtigungen unumgänglich wird. Einer der teilhabepolitischen Arbeitsschwerpunkte von ver.di im Jahr 2016 war daher die inklusive Gestaltung von Aus- und Weiterbildung. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der diesjährigen teilhabepolitischen Fachtagung von ver.di am 16.11.2016 in der ver.di-Bundesverwaltung in Berlin nutzten die Gelegenheit, sich intensiver mit diesem Thema zu befassen. Unter dem Motto „Weiterbildung und Qualifizierung für Menschen mit Behinderung: Chancen und Herausforderungen für eine inklusive Arbeitswelt“ ging es einen Tag lang darum, wie Inklusion in der Arbeitswelt vorangebracht werden kann und welche Rolle hier der Weiterbildung und Qualifizierung zukommt.

    Silke Hoock anl. der Teilhabepolitischen Fachtagung der ver.di am 16.11.2016 ver.di Silke Hoock

    Bereits zu Beginn machte die Moderatorin Silke Hoock die Breite des Themas deutlich und betonte, dass es sich keinesfalls um ein Randthema handele. In Deutschland leben über 10 Millionen Menschen mit einer Behinderung, über 7,5 Millionen davon sind schwerbehindert. Nur bei 4 Prozent der schwerbehinderten Menschen sind die Behinderungen angeboren. In den meisten Fällen (ca. 85 Prozent) ist die Behinderung im Laufe des (Erwerbs-)Lebens aufgrund von Krankheit entstanden. Und dann steht neben vielen anderen Schwierigkeiten, vor allem eine berufliche Rehabilitation, Neuorientierung oder Wiedereingliederung an. Wer die Betroffenen bei Weiterbildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen und im Dickicht der bürokratischen Zuständigkeiten unterstützt, welche konkreten Angebote existieren und was es für die Betroffenen bedeutet, aufgrund einer Erkrankung einen neuen Beruf zu erlernen, darum sollte es auf dieser Fachtagung aus ganz unterschiedlichen Perspektiven gehen.

    Ute Kittel, Mitglied  im ver.di-Bundesvorstand, Leiterin des Fachbereichs 5 (Bildung, Wissenschaft und Forschung), Leiterin des Fachbereichs 13 (Besondere Dienstleistungen) und  zuständig für den Bereich Bildungspolitik vertrat die kurzfristig verhinderte Ressortleitung Sozialpolitik, Eva Welskop-Deffaa, bei der Einführung in die Veranstaltung. In ihrem Einstieg wies Ute Kittel auf die alarmierenden Beschäftigungsbedingungen im Weiterbildungssektor hin. Da die Bereiche Bildung und Weiterbildung chronisch unterfinanziert seien und mit den Hartz-Reformen eine Arbeitsmarktpolitik in Gesetze gegossen wurde, die ein „Prekariat in Vollzeit“ produziert habe, sei nun dringend ein Paradigmenwechsel angezeigt, so Kittel: „Weiterbildung und lebenslauforientierte Qualifizierungsangebote gehören heute auf Platz eins der bildungspolitischen Agenda.“

    Ute Kittel anl. der Teilhabepolitischen Fachtagung der ver.di am 16.11.2016 ver.di Ute Kittel

    „Wir brauchen, gerade unter den Vorzeichen einer Arbeitswelt 4.0 und angesichts der Aufgabe, die hinzugekommenen Geflüchteten in den Arbeitsmarkt zu integrieren, ein gerechtes Bildungssystem, unabhängig von Beeinträchtigungen, Herkunft, kultureller Ausrichtung, Orientierung, Geschlecht und mit oder ohne Behinderung, damit allen der Zugang zum Arbeitsmarkt offen steht“, machte Ute Kittel deutlich. Gerade im Weiterbildungssektor seien die Arbeitsbedingungen vieler Beschäftigter, gerade  der Honorarkräfte prekär. Hier klaffe eine große Lücke zwischen dem Bedeutungszuwachs und den realen Bedingungen, die dringenden Handlungsbedarf anzeigten, so Ute Kittel. Um eine inklusive Arbeitswelt zu gestalten, sei der Austausch aller mit diesen Fragen beschäftigten Experten und Sozialversicherungsträger gefordert, so Kittel. Im Verwaltungsrat der Bundesagentur für Arbeit (kurz: BA), in dem ver.di als Vertreterin der Arbeitnehmer Einfluss auf die Grundsatzentscheidungen der BA nehmen kann, wird dieser Dialog seit Jahren partnerschaftlich geführt.

    Weiterbildung und lebenslauforientierte Qualifizierungsangebote gehören heute auf Platz eins der bildungspolitischen Agenda.

    Ute Kittel

    Um den Austausch im Hinblick auf die Weiterbildung und Qualifizierung für Menschen mit Behinderung zu pflegen, war als nächster Vortragender Detlef Scheele geladen. Scheele ist Vorstandsmitglied der BA und wird ab April 2017 dem scheidenden Frank-Jürgen Weise an der Spitze der Agentur folgen. Als ehemaliger Staatssekretär im Bundesministerium für Arbeit und Soziales und ehemaliger Senator für Arbeit, Soziales, Familie und Integration der Freien und Hansestadt Hamburg verfügt Scheele über viel Erfahrung im arbeitsmarktpolitischen Bereich. Auch leitete Scheele schon einmal eine Behindertenwerkstatt, wie er im Gespräch nach seinem Vortrag verriet, so dass er über einen besonderen Zugang zu Thema verfügt.

    Die „insgesamt gute Entwicklung der Arbeitslosenzahlen“ schlage auf die Zahlen der Schwerbehinderten nicht direkt durch, so Scheele. Im Oktober  2016 waren 164.000 Menschen mit Behinderungen arbeitslos, 6 Prozent weniger als vor einem Jahr. Scheele wertete das nicht als Trendwende, aber „als Silberstreif am Horizont“. Er betonte, dass es nicht nur ein Ziel der BA sein müsse mithilfe der ihr zur Verfügung stehenden Instrumente Inklusion voranzutreiben, sondern dass in der BA selbst noch viel zu tun sei. "Im Prinzip müssten wir Vorbildcharakter haben in der Art und Weise, wie mit Menschen mit Beeinträchtigungen umgegangen wird."

    Im Prinzip müssten wir Vorbildcharakter haben in der Art und Weise, wie mit Menschen mit Beeinträchtigungen umgegangen wird.

    Detlef Scheele
    Detlef Scheele anl. der Teilhabepolitischen Fachtagung der ver.di am 16.11.2016
ver.di Detlef Scheele

     Die Bundesagentur für Arbeit ist in unserem Sozialversicherungssystem der Rehabilitationsträger, der für die Rehabilitant*innen zuständig ist, die weniger als 15 Jahre sozialversicherungspflichtig  gearbeitet haben. Neben unterhaltssichernden und ergänzenden Leistungen erbringt sie auch Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben. Die BA fördert gegenwärtig 174.000 Rehabilitant*innen, davon erhielten 97.000 diese Leistungen, zu denen auch Leistungen der beruflichen Weiterbildung gehören. Zukünftig solle vor allem die präventive Beratung in der Bundesagentur ausgebaut werden. Scheele sieht die BA dabei in der Rolle der beratenden Kollegin für berufliche Fragen und will sich für eine personenzentrierte Unterstützung einsetzen: "Wir brauchen maßgeschneiderte Qualifizierungsangebote für Menschen mit Behinderung unter besonderer Berücksichtigung von Muttersprache und Herkunft, Alter, gesundheitlichen Einschränkungen, persönlichen Kompetenzen, den vorhandenen Qualifikationen und oftmals auch der familiären Situation."

    Wir brauchen maßgeschneiderte Qualifizierungsangebote für Menschen mit Behinderung unter besonderer Berücksichtigung von Muttersprache und Herkunft, Alter, gesundheitlichen Einschränkungen, persönlichen Kompetenzen, den vorhandenen Qualifikationen und oftmals auch der familiären Situation.

    Detlef Scheele

    Das kurz vor seiner Verabschiedung befindliche Bundesteilhabegesetz hätte - so Scheele - die Betreuung der Betroffenen „wie aus einer Hand“ umfassender verbessern sollen. Zwar werde durch das Gesetz die Kooperation der einzelnen Träger optimiert, für die Betroffenen sei es aber noch besser gewesen, wenn ein Träger für alle hätte bewilligen können und der Rest „backstage“ geregelt würde, so Scheele.

    Im Anschluss berichtete Doris Habekost, Leiterin des Referats Teilhabe/Reha-Management der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV), von den Leistungen, die die Unfallversicherung beisteuert. Bei Arbeits- und Wegeunfällen sind nicht nur Angestellte, sondern auch Schüler_innen, Praktikant_innen und Kita-Kinder über diesen Sozialversicherungsträger versichert. Die Gewährleistung der Teilhabe am Arbeitsleben steht für die DGUV bei Reha-Maßnahmen im Mittelpunkt und wird von einem Reha-Manager bzw. einer Reha-Managerin begleitet. Im besten Falle können Beschäftigte nach einem Unfall wieder an ihren alten Arbeitsplatz zurückkehren. Der Erhalt des vorher bestehenden Beschäftigungsverhältnisses kann von unterstützten betrieblichen Qualifizierungsmaßnahmen flankiert werden. Als zweite Option unterstützt das Reha-Management die Betroffenen mit Qualifizierungen für den allgemeinen Arbeitsmarkt. Das letzte Mittel der Wahl stellt schließlich die Vermittlung in den zweiten Arbeitsmarkt dar.

    Doris Habekost anl. der Teilhabepolitischen Fachtagung der ver.di am 16.11.2016 ver.di Doris Habekost

    Damit es erst gar nicht dazu kommt, setzt sich das Bildungs- und Forschungsinstitut zum Selbstbestimmten Leben Behinderter e. V. dafür ein, Weiterbildungsangebote weiterzuentwickeln, die auf die besonderen Bedürfnisse von Menschen mit Lernbehinderungen abgestimmt sind. Barbara Vieweg berichtete von diesem Pilotprojekt „Karriere Planung Inklusive“, an dem auch ihr Institut beteiligt ist. Das Problem sei, dass Menschen mit Lernschwierigkeiten bislang meist von den gängigen Fortbildungsmöglichkeiten ausgeschlossen sind, da diese nicht barrierefrei und nicht an die speziellen Lernvoraussetzungen und Bildungsbedarfe angepasst sind. Weiterbildungscoachs sind auch hier das Mittel der Wahl. Sie werden in dem Pilotprojekt unterstützend eingesetzt. Einerseits um die Teilnehmenden zu Weiterbildungen zu begleiten, Vor- oder Nachbereitungen zu übernehmen und anderseits, um die Weiterbildungsträger gezielt zu unterstützen, ihre Materialien gegebenenfalls für bestimmte Teilnehmer*innen anzupassen.

    Barbara Vieweg anl. der Teilhabepolitischen Fachtagung der ver.di am 16.11.2016 ver.di Barbara Vieweg

    Statt wie in manchen sozialen Institutionen dem besonderen Unterstützungsbedarf mit speziellen exklusiven Maßnahmen und Kursen zu entgegen, wäre es viel besser, wenn Menschen mit besonderen Unterstützungsbedarfen an regulären Weiterbildungen teilnehmen könnten. Laut Vieweg gäbe es eine grundsätzliche Offenheit der Arbeitgeber inklusive Weiterbildungen für alle zu unterstützen, insbesondere bei denjenigen, die bereits Menschen mit Behinderungen beschäftigen. Grundsätzlich problematisch ist allerdings, dass die Teilnahme oft an eine abgeschlossene Berufsausbildung geknüpft ist. Eine Öffnung für arbeitsfeldbezogene Weiterbildungen für Menschen mit Behinderung in sogenannten Anlerntätigkeiten wird laut Vieweg in Zukunft immer dringlicher werden.

    Sabine Devolder anl. der Teilhabepolitischen Fachtagung der ver.di am 16.11.2016 ver.di Sabine Devolder

    Nach der Mittagspause berichteten die Kolleginnen Lucie Pötter-Brandt, Vorstandsmitglied des Bundesarbeitskreises Teilhabepolitik von ver.di und Gesamtschwerbehindertenvertreterin der Stadt Wolfsburg, und Sabine Devolder aus dem Gleichstellungsreferat der gleichen Stadt, von dem langen Weg, den sie gemeinsam miteinander gegangen sind. Denn Sabine Devolders Schicksal ist ein gutes Beispiel dafür, was passiert, wenn Kolleginnen ihre bisherigen beruflichen Tätigkeiten nicht mehr oder nicht mehr in vollem Umfang wahrnehmen können und so zu Leistungsgewandelten werden. Nach einem Bandscheibenvorfall konnte Sabine Devolder in ihrem Traumberuf als Krankenschwester nicht weiterarbeiten. Ihr Arbeitgeber wollte ihr keine andere Stelle in der städtischen Klinik geben und auch bei der geplanten Umschulung konnte sie sich nicht auf das Verständnis des Arbeitgebers verlassen. Mithilfe der Schwerbehindertenvertreterin Lucie Pötter-Brandt gelang es jedoch, finanziert von der Deutschen Rentenversicherung, eine dreijährige Umschulung zur Verwaltungsfachangestellten durchzusetzen. Wichtig war die Zusicherung danach wieder bei der Stadt Wolfsburg arbeiten zu können. Nach stetiger Intervention der Kollegin Pötter-Brandt gab die Personalabteilung schließlich diese Zusage. Nur durch die Zusammenarbeit aller Beteiligten – Rentenversicherung, Arbeitgeber, Arbeitnehmerin, Personalrat und nicht zuletzt der Schwerbehindertenvertretung – konnte es gelingen, die Beschäftigung von Sabine Devolder zu sichern. Lucie Pötter-Brandt führte aus, dass das Betriebliche Eingliederungsmanagement (BEM), der Dreh-und Angelpunkt in den Verhandlungen ist. Denn seit 2004 sind Arbeitgeber verpflichtet den Beschäftigten ein Betriebliches Eingliederungsmanagement anzubieten, um die Beschäftigungsfähigkeit zu erhalten. Um perspektivisch die (Wieder-)Einstiegschancen von Kolleg*innen mit Behinderung voranzutreiben, kann das BEM ein geeignetes Mittel sein. Dazu muss dieses allerdings gut und verbindlich und unter Einbeziehung der Schwerbehindertenvertretung ausgestaltet sein, bestenfalls in einer Betriebs- bzw. Dienstvereinbarung.

    Lucie Pötter-Brandt anl. der Teilhabepolitischen Fachtagung der ver.di am 16.11.2016 ver.di Lucie Pötter-Brandt

    Ein langer Atem ist in jedem einzelnen Fall vonnöten, denn nur mit Beharrlichkeit sind alle Beteiligten zu überzeugen Teilhabe am Arbeitsplatz zu gewährleisten, da es bislang keinen rechtlichen Anspruch auf Rückkehr in den alten Betrieb gibt. Dass dies auch einer der problematischsten Punkte in der derzeitigen Arbeit der Schwerbehindertenvertreter*innen und Betroffenen ist, spiegelten viele Redebeiträge auf der Veranstaltung wider. Eingliederungszuschüsse und Teilförderungen für Leistungsgewandelte können gute und geeignete Instrumente sein, aufgrund des mangelnden rechtlichen Anspruchs auf den Erhalt des Arbeitsplatzes blieben diese jedoch viel zu oft wirkungslos oder gar ungenutzt.

    Ungeachtet dieser Schwierigkeiten gibt es mit dem Portal „DGUV-Job“ ein gutes Instrument, das konkrete Hilfe bei der Arbeitsvermittlung bietet. Um Betroffenen gezielt eine berufliche Neuorientierung oder Wiedereingliederung zu vermitteln, wurde dieser Service von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung entwickelt. Thomas Schramm, Bundeskoordinator des Vermittlungsservices, berichtete, wie die Personal- und Arbeitsvermittlung der Berufsgenossenschaften und Unfallkassen für Menschen, die nach einem Arbeitsunfall oder aufgrund einer Berufskrankheit eine Neuorientierung anstreben, funktioniert. Als Wegweiser für einen Berufsumstieg (wegweiser-berufsumstieg.de), aber auch als Plattform der Vernetzung. Für Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Das IT-Instrument zur Suche von Umstiegsberufen ist kostenfrei und die Vermittlungsunterstützung, die bei der Unfallversicherung beantragt werden kann, beschränkt sich nicht nur auf den Zugriff auf sehr viele Jobangebote, die Software hat Zugriff auf 40 Stellenbörsen, 140 regionalen Tageszeitungen und 200.000 AG-Websites. Auch bei der Gestaltung der Bewerbung und bürokratischen Hürden kümmern sich die Reha-Fachberaterinnen und -Fachberater an sechs Standorten in Deutschland. Sie sind aber ebenso Anprechpartner für alle Arbeitgeber.

    Sabine Devolder und Lucie Pötter-Brandt anl. der Teilhabepolitischen Fachtagung der ver.di am 16.11.2016 ver.di Sabine Devolder und Lucie Pötter-Brandt

    Die grundsätzliche Anforderung des lebenslangen Lernens an uns alle hat auch Effekte auf die betriebliche und gewerkschaftspolitische Interessenspolitik. Qualifizierung und Bildung sind zentrale Punkte, um eine nachhaltige und inklusive Teilhabe am Arbeitsleben zu ermöglichen. Diese kann nur gelingen, wenn alle beteiligten Akteure an einem Strang ziehen.„Inklusion beginnt in den Köpfen“ und oftmals scheitert es nicht am Können, sondern am Wollen.

    Die Tagung hat noch einmal mit Nachdruck deutlich gemacht, wie wichtig die Arbeit der Betriebs- und Personalräte und der Schwerbehindertenvertretungen ist, wenn es um faire Teilhabechancen von Menschen mit Behinderungen geht. Sie sind die Akteure, die die UN-Behindertenrechtskonvention in den Betrieben „erden“. Es wurde einmal mehr sichtbar, dass die Schwerbehindertenvertretungen der Motor der Inklusion in den Betrieben sind. Darum ist eine Stärkung der Schwerbehindertenvertretung durch das Bundesteilhabegesetz, wie sie ver.di und der DGB seit Jahren fordern, notwendiger denn je. ver.di und der Bundesarbeitskreis Teilhabepolitik werden das teilhabepolitische Geschehen weiter begleiten und sich weiterhin gemeinsam mit den Schwerbehindertenvertretungen für eine inklusive Arbeitswelt stark machen.