Nachrichten

Versichertenberaterinnen und -berater gewählt

Versichertenberaterinnen und -berater gewählt

Anfang Dezember 2017 hat die Vertreterversammlung der Deutschen Rentenversicherung Bund (DRV Bund) die 2.084 Versichertenberaterinnen und Versichertenberater gewählt bzw. die ehrenamtlichen Kandidat*innen von den eingereichten, gewählten Listen (ver.di, IG Metall, DRV-Gemeinschaft u.v.m.) beschlossen.

Wir werden oft gefragt: Wie sieht das Verfahren eigentlich genau aus? Wie werden die Versichertenberaterinnen und Versichertenberater nach den Sozialwahlen bestimmt? Was machen sie genau?

Versichertenberater*innen und Versichertenälteste beantworten Fragen zur gesetzlichen Rentenversicherung und sind behilflich bei der Kontenklärung oder bei der Beantragung einer Rente. Sie wohnen in der Nachbarschaft und unterstützen bei Bedarf auch außerhalb der üblichen Büro-Öffnungszeiten. Die Versichertenberater*innen und Versichertenältesten der Deutschen Rentenversicherung arbeiten ehrenamtlich und sind selbst Versicherte. Sie werden im Anschluss an die Sozialwahlen für eine sechsjährige Amtszeit gewählt. Der Vorschlag zur Wahl einer Versichertenberaterin oder eines Versichertenberaters erfolgt von den Gewerkschaften, sonstigen Arbeitnehmervereinigungen sowie deren Verbänden oder den sogenannten freien Listen, die sich zur Sozialwahl stellen.

Abhängig vom Ergebnis der Sozialwahlen errechnet die DRV Bund, wie viele Versichertenberater*innen auf die jeweilige gewählte Liste entfallen. Für unsere Listenverbindung (ver.di, IG Metall und die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Arbeitnehmerorganisationen (ACA)) wurden 681 Plätze errechnet. Für ver.di bedeutete dies, dass wir rein rechnerisch 375 Versichertenberater*innen benennen konnten. Da aber einige Listen ihr Kontingent nicht voll ausschöpfen, also nicht genügend ehrenamtliche Berater*innen vorschlagen konnten, haben wir die Chance ergriffen, ver.di-Versichertenberater*innen über das uns zustehende Kontingent hinaus zu benennen. Bislang wurden bereits 409 Versicherberater*innen von ver.di benannt. Und dennoch gibt es weiterhin sogenannte „weiße Kreise“, Stadt- oder Landkreise, für die bisher keine Versichertenberater*innen benannt werden konnten. Hier eine Übersicht dieser „weißen Kreise“:

Nordrhein-Westfalen
Stadtkreis Remscheid

Hessen
Stadtkreis Offenbach am Main

Rheinland-Pfalz
Stadtkreis Koblenz
Stadtkreis Frankenthal
Stadtkreis Landau
Stadtkreis Zweibrücken

Bayern
Landkreis Freyung-Grafenau
Stadtkreis Hof
Landkreis Bayreuth
Landkreis Neustadt a. d. Aisch-Bad Windsheim
Stadtkreis Memmingen

Brandenburg
Stadtkreis Brandenburg a. d. Havel
Stadtkreis Frankfurt (Oder)

Thüringen
Stadtkreis Suhl
Stadtkreis Eisenach

Wir würden uns über weitere Bewerbungen für dieses Ehrenamt gerade in diesen Regionen freuen. Folgende Voraussetzungen sind für eine Benennung zu erfüllen: Wohnort oder Arbeitsplatz liegen in dem zu besetzenden Wahlkreis, in dem noch ein Beratungsplatz frei ist, die Bewerberin/der Bewerber ist bei der DRV Bund versichert und natürlich ver.di-Mitglied. Unabdingbar ist auch die Bereitschaft zur regelmäßigen Teilnahme an den Qualifizierungsangeboten des Sozialversicherungsträgers, die unseren Versichertenberater*innen helfen sollen, ihr anspruchsvolles Amt adäquat auszufüllen. Ganz besonders freuen wir uns auch über Bewerbungen von Frauen, jüngeren Personen und Menschen mit Migrationshintergrund, denn es ist uns wichtig, dass die Zusammensetzung unserer Versichertenberater*innen unsere Gesellschaft widerspiegelt.

Weitere Informationen und Personalbogen für die Bewerbung

Selbstverständlich nehmen wir auch gerne – unabhängig von den „weißen Kreisen“ – weitere Bewerbungen entgegen. Im Laufe der sechsjährigen Amtsperiode kommt es immer wieder vor, dass ein Beratungsplatz frei wird, weil zum Beispiel die Wahlvoraussetzungen nicht mehr erfüllt werden (Wohnort- oder Arbeitsortwechsel etc.). In diesen Fällen werden wir von der DRV Bund zu einer Nachbesetzung aufgefordert. Wir freuen uns daher über eine gut gefüllte „Warteliste“.

Den im Dezember 2017 gewählten Versichertenberater*innen wünschen wir viel Erfolg bei ihrer bevorstehenden Beratungsperiode.