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Bewusst bewegen - auch im Job

Bewusst bewegen - auch im Job

Tipps und Handlungshilfen für Beschäftigte

ver.di und die Gemeinsame Deutsche Arbeitsschutzstrategie (GDA) setzen sich für einen präventiven Arbeitsschutz ein. Arbeitsbedingte Gesundheitsgefährdungen und Erkrankungen im Muskel-Skelett-Bereich (MSE) stehen im Zentrum der Zusammenarbeit. Um chronischen Erkrankungen vorbeugend zu begegnen, ist seit Ende Februar unter dem Motto “Bewusst bewegen – auch im Job. Tipps für Beschäftigte“ eine hilfreiche Website abrufbar, die im Rahmen der Gemeinsamen Deutschen Arbeitsschutzstrategie (GDA) entwickelt wurde: www.gdabewegt.de/tipps-fuer-beschaeftigte. ver.di hat an dieser Handlungshilfe aktiv mitgearbeitet.

Logo der BGW-Kampagne "Bewusst bewegen - auch im Job" GDA

Zur Erinnerung: Muskel-Skelett-Erkrankungen (MSE) sind die häufigste Ursache von Arbeitsunfähigkeit (AU). Rund ein Viertel aller AU-Tage in Deutschland gehen auf MSE zurück. Ab 45 Jahren steigen die MSE-Erkrankungen überproportional an. Dabei spielen auch die Arbeitsbedingungen eine große Rolle. Grund genug, den eigenen Arbeitsplatz genauer unter die Lupe zu nehmen.

Tipps für Beschäftigte: Bei dieser Online-Handlungshilfe handelt es sich um eine Erstinformation für Beschäftigte mit arbeitsbedingten Rückenbeschwerden. Sie eignet sich nicht nur für Beschäftigte in Berufszweigen mit besonders harten Belastungen – schweres Heben und Tragen etwa in der Altenpflege –, sondern hilft auch bei Beschwerden, die Bürotätigkeiten und der damit einhergehende Bewegungsmangel hervorrufen. Aus den Beschwerden können leicht Muskelschmerzen werden, die, wenn man nichts dagegen tut, chronisch werden. Prävention ist also angesagt! Stressbelastungen am Arbeitsplatz können diese Schmerzen noch verstärken. Hierzu gibt die Handlungshilfe wertvolle Hinweise.

Es werden im Weiteren viele Tipps und Hilfen gegeben, an wen man sich wenden kann und wo es Unterstützung gibt, wenn sich die Situation nicht bessert.

Piktogramme von Menschen zeigen verschiedene Tätigkeiten am Arbeitsplatz GDA


Struktur der Handlungshilfe:
Die Handlungshilfe ist in drei Kapitel unterteilt, die man leicht durchklicken kann. Es bietet sich an mit dem Arbeitsplatz-Check zu beginnen, der online schnell ausgefüllt werden kann. Hier bekommst Du Hinweise auf die eigene Situation und die ersten Empfehlungen zum Handeln. Das Kapitel Risiken gibt viele Hinweise zu arbeitsplatzbezogenen MSE-Risiken und klärt darüber auf, welche risikobezogenen Tätigkeiten eine gesundheitliche Beeinträchtigung nach sich ziehen. Im Kapitel Handeln werden Tipps zur Arbeitsplatzgestaltung gegeben. Und wie man selbst aktiv wird. Oft helfen schon kleine Veränderungen im Arbeitsalltag, die eigene Gesundheit besser im Blick zu behalten. Gesetzliche Grundlagen werden hier ebenfalls kurz dargestellt und das Prinzip der Gefährdungsbeurteilung erläutert. Denn eine gut ausgeführte Gefährdungsbeurteilung macht die Belastungsfaktoren im Betrieb frühzeitig erkennbar!

Das Kapitel Helfen lassen listet Personen auf, die für eine weitere Unterstützung infrage kommen. Dabei werden nicht nur die Aufgaben etwa der Sicherheitsfachkräfte oder der Betriebsärzte erläutert, sondern auch die der betrieblichen Interessenvertretungen. Wichtige ist, dass Maßnahmen und Aktivitäten der Verhaltensprävention mit den Veränderungen der strukturellen Bedingungen Hand in Hand gehen müssen.

Unser Tipp: Einfach mal ausprobieren!