Alterssicherungspolitik

9. Frauen-Alterssicherungskonferenz

9. Frauen-Alterssicherungskonferenz

Immer mehr Menschen arbeiten zu Niedriglöhnen. 70 % der Beschäftigten mit Stundenlöhnen unter 8,50 Euro sind Frauen. Die Zahl der Minijobs beträgt mittlerweile weit über 7 Millionen, sie finden sich in allen Branchen. Von einer eigenständigen Existenzsicherung sind die Beschäftigten meilenweit entfernt.

Mehr als zwei Drittel der ausschließlich geringfügig Beschäftigten sind Frauen, davon sind 84 % verheiratet. Die vom Bundesfamilienministerium in Auftrag gegebene Studie „Frauen im Minijob – Motive und (Fehl-)Anreize für die Aufnahme geringfügiger Beschäftigung im Lebenslauf“, die Ende 2012 erschien, belegt eindrucksvoll, dass der sogenannte Minijob pur ein Programm zur Erzeugung lebenslanger ökonomischer Ohnmacht und Abhängigkeit von Frauen ist. Minijobs pur entfalten eine schnell einsetzende und hohe „Klebewirkung“ und keine Brückenfunktion in eine reguläre sozialversicherungspflichtige Beschäftigung.

Infotafeln anlässlich der 9. Frauen-Alterssicherungskonferenz am 16.8.2013 ver.di  –

Die 9. Frauen-Alterssicherungskonferenz - erstmals eine gemeinsame Veranstaltung des Sozialverbandes Deutschland (SoVD) mit den Bereichen Sozialpolitik und Frauen- und Gleichstellungspolitik in ver.di - setzte sich mit dem Thema prekäre Beschäftigung auf Grundlage der Studie auseinander: Diskutiert wurde die Kluft zwischen verlockenden Anreizen und negativen Folgen und gemeinsam Schlussfolgerungen für eine verantwortungsvolle Sozialpolitik für Frauen formuliert.

Spannend wird, ob die Politik diese Anregungen für die nun beginnende Legislaturperiode aufnimmt. Einen Beitrag zur Orientierung will die Dokumentation der Tagung dazu leisten. 

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Hier die Referate als Einzeldateien:

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