Versichertenberatung

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Versichertenberaterinnen und -berater für die Deutsche Rentenversicherung Bund

Haben Sie Lust,

  • sich ehrenamtlich zu betätigen?
  • sozial- und rentenpolitisch auf dem Laufenden zu bleiben?
  • anderen Menschen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen?

Dann interessieren Sie sich möglicherweise für ein Ehrenamt als Versichertenberaterin bzw. -berater bei der Deutschen Rentenversicherung Bund (DRV Bund). Über 2.600 Versichertenberaterinnen und Versichertenberater sind bundesweit ehrenamtlich für die Deutsche Rentenversicherung Bund tätig.

  • Welche Aufgabe haben Versichertenberater/innen?

    • Sie sorgen für eine ortsnahe, persönliche Verbindung der Versicherten zur Deutschen Rentenversicherung.
    • Sie beraten unentgeltlich die Versicherten, Rentnerinnen und Rentner in allen Angelegenheiten der gesetzlichen Rentenversicherung.
    • Sie helfen beim Ausfüllen von Anträgen auf Gewährung von Rentenleistungen,
    • leiten Rentenanträge weiter,
    • stellen für die Versicherten Anträge auf Klärung des Versicherungskontos,
    • sind bei der Beschaffung fehlender Unterlagen behilflich.
    • Sie informieren über die Voraussetzungen für die Gewährung medizinischer Rehabilitationsmaßnahmen und Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsplatz.
  • Wie wird man Versichertenberater/in?

    Die Versichertenberater/innen der Deutschen Rentenversicherung Bund werden für eine sechsjährige Amtszeit - längstens bis zur nächsten Sozialwahl [2017] - gewählt. Der Vorschlag zur Wahl einer Versichertenberaterin oder eines -beraters erfolgt von den Gewerkschaften (z. B. ver.di), sonstigen Arbeitnehmervereinigungen sowie deren Verbänden oder den sogenannten freien Listen, die sich zur Sozialwahl stellen. Die offizielle Benennung erfolgt dann durch die Vertreterversammlung oder den Vorstand der DRV Bund.

  • Welche Voraussetzungen müssen erfüllt werden?

    Gewählt werden können Personen, die

    • rentenversichert (bei der DRV Bund) oder Rentenbezieher/in sind
    • das 18. Lebensjahr vollendet haben und
    • ihren Hauptwohnsitz oder
    • den gewöhnlichen Aufenthalt im Wahlbezirk, einem Stadt- oder Landkreis der Bundesrepublik Deutschland haben.

    Nicht wählbar sind Personen,

    • die bereits ein Ehrenamt als Versichertenberater/in oder Versichertenälteste/r bei einem der Regionalträger der DRV ausüben,
    • die die Erlaubnis zur selbstständigen Erbringung außergerichtlicher Rechtsdienstleistungen im Sinne des Rechtsdienstleistungsgesetzes (RDG) erlangt haben (§ 51 Abs. 8 des Vierten Buches Sozialgesetzbuch - SGB IV -) oder
    • deren Wählbarkeit ausgeschlossen ist (§ 51 Abs. 6 SGB IV) sowie
    • die in einem Dienst- bzw. Beschäftigungsverhältnis zur DRV Bund stehen.

    Anforderungen von ver.di für eine Benennung als Versichertenberaterin bzw. -berater:

    • ver.di-Mitgliedschaft,
    • Beitragsehrlichkeit,
    • aktive Mitarbeit im jeweiligen ver.di-Bezirk,
    • Bereitschaft, auf ver.di-Veranstaltungen über die Arbeit der Versichertenberater/innen zu berichten und für die Selbstverwaltung und die Sozialwahlen zu werben.
  • Ausbildung/Schulung

    Die erforderliche Sachkenntnis, die als Versichertenberaterin oder -berater zur Ausübung des Amtes benötigt wird, vermittelt die DRV Bund in einem einwöchigen Einführungsseminar. Darüber hinaus finden jährlich Fortbildungsseminare von gleicher Dauer statt.

    Ganz wichtig ist zu wissen, dass die Sachbearbeitung der DRV Bund telefonisch während der normalen Geschäftszeiten für Versichertenberaterinnen und -berater erreichbar ist. D. h. man kann auch mal während einer Beratung zur Sicherheit bei der DRV Bund nachfragen. Die DRV Bund schult die Versichertenberaterinnen und -berater einmal jährlich in einer einwöchigen Schulung. Diese Schulungen finden überall in Deutschland statt und die Termine sind über das ganze Jahr verteilt.

    Als sehr hilfreich hat sich eine Hospitation bei einem erfahrenen Versichertenberater bzw. einer erfahrenen Versichertenberaterin erwiesen. In der Regel haben unsere ver.di-Kolleginnen und -Kollegen nichts dagegen, wenn man an ihren Sprechstunden und Beratungen teilnimmt.

  • Entschädigungen

    Die DRV Bund ersetzt die baren Auslagen. Der geleistete zeitliche Einsatz wird durch Pauschalen abgegolten (für die aufgewendete Zeit 47 Euro/monatlich; für eine Beratung in Verbindung mit der Aufnahme eines Rentenantrages 16 Euro; für Beratungen im Zusammenhang mit einem Antrag auf Kontenklärung 8 Euro).

    Bei den Entschädigungen ist Folgendes zu beachten:

    • Alle Entschädigungen für Zeitaufwand unterliegen der Steuerpflicht. Für die Meldung gegenüber den Finanzbehörden sind die Versichertenberater/innen selbst verantwortlich.
    • Beim Bezug einer Rente wegen Alters vor Erreichen der Regelaltersrente oder wegen Erwerbsminderung kann es in Zukunft dazu kommen, dass die Einkünfte aus ehrenamtlichen Beschäftigungen oder Tätigkeiten in der Höhe als Hinzuverdienst zu berücksichtigen sind, in der sie Arbeitsentgelt oder Arbeitseinkommen darstellen (§§ 34, 96a SGB VI, §§ 14, 15 SGB IV). Der Gesetzgeber bereitet derzeit eine Gesetzesvorlage vor, die der aktuellen Rechtsprechung des Bundessozialgerichts entspricht.
    • Beziehen Sie eine Rente wegen Todes (Hinterbliebenenrente), sind Einkünfte aus ehrenamtlichen Beschäftigungen oder Tätigkeiten ausnahmslos in der Höhe als Hinzuverdienst zu berücksichtigen, in der sie Arbeitsentgelt oder Arbeitseinkommen darstellen (§§ 34, 96a SGB VI, §§ 14, 15 SGB IV).
  • Wie kann man sich bewerben?

    Im Anhang stellen wir ein Formular ("Personalbogen") zur Verfügung. Diese Formular bitte ausgefüllt und unterschrieben an folgende Anschrift senden:

    ver.di-Bundesverwaltung
    Ressort 5, Axel Schmidt
    Paula-Thiede-Ufer 10
    10179 Berlin.

    Wenn die Formulare bei uns eingegangen sind, können sich zwei Konstellationen ergeben:

    1. Sie wohnen oder arbeiten an einem Ort mit einem unbesetzten Beratungsplatz, dann melden wir Sie sofort an die DRV Bund und Sie werden als Versichertenberaterin bzw. Versichertenberater gewählt. Nach der Wahl durch die Vertreterversammlung bzw. den Vorstand erhalten Sie eine Benachrichtigung von der DRV Bund und alle Unterlagen, die Sie für die Beratung benötigen.
    2. Sie wohnen bzw. arbeiten an einem Ort, an denen alle Beratungsplätze besetzt sind. Dann bitten wir Sie um etwas Geduld. Wir setzen Sie auf eine Warteliste. In einem Zeitraum von sechs Jahren (Legislaturperiode bis zur nächsten Sozialwahl, 2017) werden immer wieder Plätze durch Rücktritte, Umzüge oder Versetzungen frei. Diese wollen wir dann möglichst schnell wieder besetzen. In diesem Fall greifen wir dann auf die Warteliste zurück; natürlich nicht, ohne vorher nochmals nachzufragen, ob es bei Ihrer Bewerbung bleibt.

    Wir freuen uns über zahlreiche Rückmeldungen.