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Gender Pay Gap auf dem Prüfstand

Gender Pay Gap auf dem Prüfstand

In der deutschen Rentenversicherung werden alle Beschäftigten nach Tarif bezahlt. Gibt es dennoch eine Entgeltlücke zwischen Frauen und Männern? Können sich unterschiedliche Beförderungschancen, Teilzeitquote und Betriebszugehörigkeit als Treiber unterschiedlicher Entgeltmuster von Frauen und Männern identifizieren lassen?

Die Selbstverwaltung der Deutschen Rentenversicherung Bund hat im Mai 2014 entschieden, dass die Probe aufs Exempel gemacht werden soll. Noch in diesem Jahr werden mit einem speziellen Entgelt-Checkverfahren die Frauen- und Männerentgelte in zwei Abteilungen der DRV Bund durchleuchtet und miteinander verglichen. Die Ergebnisse werden dem Personalausschuss der Selbstverwaltung vorgestellt. 

Der Vorstand der DRV Bund ist sicher: Die Analyse des Gender Pay Gap ist eine wertvolle Ergänzung des Gleichstellungsplans und der Personalentwicklungsinstrumente, die in der Deutschen Rentenversicherung bereits eingeführt sind. Ziel der Selbstverwaltung ist es, die DRV Bund als attraktiven Arbeitgeber für Frauen zu profilieren. „Wenn im Lohn-Check strukturelle Benachteiligungen von Frauen sichtbar werden, werden wir von der Verwaltung konkrete Schritte ihrer Überwindung fordern. Frauen müssen von ihrem Einkommen ihre Familie ernähren können. Gleiche Einkommenschancen für Frauen und Männer ist daher nicht nur das Anliegen altgedienter Feministinnen, sondern eine allgemeine gesellschaftliche und gewerkschaftliche Erwartung,“ betonte Eva M. Welskop-Deffaa, alternierende Vorsitzende des Personalausschusses des Vorstands der Deutschen Rentenversicherung Bund.