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Weiterentwicklung des betrieblichen Eingliederungsmanagements

Weiterentwicklung des betrieblichen Eingliederungsmanagements

Das betriebliche Eingliederungsmanagement (BEM) ist ein wirksames Instrument zur Arbeitsplatzsicherung. Das BEM gilt, unabhängig vom Vorliegen einer Behinderung, für alle Beschäftigten, die innerhalb eines Jahres länger als sechs Wochen ununterbrochen oder wiederholt arbeitsunfähig sind. Von vielen Unternehmen wird dieses Instrument, obwohl es seit Mai 2004 gesetzlich vorgeschrieben ist (§ 167 Abs. 2 SGB IX), nicht oder nicht im Sinne der gesetzlichen Intention, den Arbeitsplatz zu erhalten, genutzt.

Beschäftigte, die längere Zeit erkrankt sind, haben oftmals Sorge, ihren Arbeitsplatz zu verlieren. Krankheitsbedingte Kündigungen sind möglich und üblich. Das betriebliche Eingliederungsmanagement ist ein gesetzliches Instrument, das hier helfen kann.

Angesichts der Corona-Pandemie appellieren ver.di und der DGB an die Koalitionsparteien, die Verabredung zur Stärkung des BEM aus dem Koalitionsvertrag endlich umzusetzen und Beschäftigten mit gesundheitlichen Langzeitfolgen nach einer Covid-19-Erkrankung mehr Schutz und Sicherheit zu geben.

Der DGB hat ein Positionspapier veröffentlicht, in dem die Anforderungen zur Weiterentwicklung des betrieblichen Eingliederungsmanagements formuliert sind und auf das wir an dieser Stelle hinweisen.

[9.3.21]

Siehe auch: Petition "BEM: Krankheiten im Beruf vorbeugen und die Wiedereingliederung verbessern."