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Auf der Zielgraden

Auf der Zielgraden

Die ver.di-Bundeserwerbslosenkonferenz 2019

„ZukunftsGerecht“ ist nicht nur das Motto der ver.di-Organisationswahlen 2018-2019, sondern der Slogan steht auch für die Arbeit der Erwerbslosen in ver.di in den letzten Jahren. „ZukunftsGerecht“ bedeutet, sich für alle Menschen einzusetzen. Dazu gehört Gerechtigkeit und Solidarität, Arbeit und Wohlstand gerecht verteilen, Perspektiven für die besonders benachteiligten Menschen in der Gesellschaft entwickeln und letztendlich die Demokratie stärken.

Logo zu den ver.di-Organisationswahlen 2018/2019 ver.di

„ZukunftsGerecht“ steht auch im Mittelpunkt der 5. Bundeserwerbslosenkonferenz, die am 8. und 9. April 2019 in Berlin stattfindet. Zuvor wurden auf der bezirklichen und landebezirklichen Ebene Mitgliederversammlungen bzw. Erwerbslosenkonferenzen durchgeführt. Insbesondere in den ver.di-Bezirken hatten die Erwerbslosen Gelegenheit, sich aktiv in den Willensbildungsprozess von ver.di einzubringen. Denn die Mitglieder entscheiden und wählen alle vier Jahre ihre Vertreter*innen, die dann in verschiedenen Konferenzen und Gremien die Inhalte und Ziele von ver.di mitbestimmen. Im Rahmen der Organisationswahlen fanden in den zehn ver.di-Landesbezirken von September bis Dezember 2018 Erwerbslosenkonferenzen statt. In den Versammlungen und Konferenzen wurden aktuelle gesellschaftliche Themen diskutiert und dazu Positionen entwickelt.

Eine Vielzahl dieser Positionen werden nun im Rahmen der Antragsberatung der 5. Bundeserwerbslosenkonferenz eingebracht. Rund 100 Teilnehmende, davon knapp 80 Delegierte aus den ver.di-Landesbezirken, diskutieren und beraten über den zukünftigen Kurs der Erwerbslosenarbeit in ver.di. Die Themen der 45 Anträge reichen von Verbesserungen der Arbeitswelt, über die Bekämpfung prekärer Beschäftigung bis hin zur Stärkung des sozialen Sicherungssystems. „ZukunftsGerecht“ zieht sich wie ein roter Faden durch die vielfältigen Antragsthemen; so auch zur aktuellen Hartz IV-Debatte. Forderungen zur Neubemessung und Erhöhung der Regelsätze, zur Abschaffung der Sanktionen im SGB II, der Stärkung der Arbeitslosenversicherung und Verbesserungen beim Arbeitslosengeld, Einführung einer gesetzlichen Mindestrente, bezahlbaren Wohnraum schaffen und Maßnahmen gegen Mietpreisexplosionen, soziale Ungleichheit und Armut beseitigen, Mindestlohngesetz durchsetzen und Missbrauch bekämpfen stehen in der Antragsberatung besonders im Blickpunkt. Einige Anträge befassen sich mit Änderungsvorschlägen für die ver.di-Richtlinie zur Erwerbslosenpolitik und fordern des Weiteren den Ausbau sowie die Verbesserung der Finanzierung der gewerkschaftlichen Bildungsarbeit.

Für eine erfolgreiche ver.di-Erwerbslosenarbeit ist es auch weiterhin wichtig, aktuelle Themen aufzunehmen und in geeigneter Art und Weise in ver.di einzubringen. Dadurch wird der Stellenwert der Erwerbslosenarbeit innerhalb der ver.di weiter gefestigt. Die Erwerbslosenarbeit in ver.di weiter voranzubringen ist das gemeinsame Ziel; sei es auf der Bezirks-, Landesbezirks- oder auf der Bundesebene, sei es die Beratungsarbeit vor Ort und im ver.di-Internet, sei es in speziellen Seminaren und Veranstaltungen zu Erwerbslosenthemen. Gemeinsames Handeln macht stärker, um gemeinsam mehr zu erreichen und um „ZukunftsGerecht“ zu verwirklichen. Um dies zu erreichen, mischen sich die Erwerbslosen in ver.di und in der Gesellschaft weiterhin ein.

Rückblick auf die 4. Bundeserwerbslosenkonferenz 2015

[19.3.2019]

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