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Die Unterweisung – verpflichtender Teil der Gefährdungsbeurteilung

Die Unterweisung – verpflichtender Teil der Gefährdungsbeurteilung

ver.di-Online-Handlungshilfe ergänzt

Die Unfallauswertungen der Unfallversicherung zeigen, dass es für schwere und tödliche Unfälle in Betrieben zwei wesentliche Ursachen gibt: entweder die fehlende oder die mangelhafte Gefährdungsbeurteilung oder Unterweisung. Insbesondere die mangelhafte Durchführung, der für alle Betriebe verpflichtenden Unterweisung der Beschäftigten, führt dazu, dass den vorhandenen Sicherheits- und Gesundheitsrisiken nicht angemessen begegnet wird. Vielfach fehlt es auch an den erforderlichen Kenntnissen, die Unterweisung sachgerecht durchzuführen. Um dem abzuhelfen, ist eine aktuelle, umfassende Information zur Unterweisung in die ver.di-Online-Handlungshilfe Gefährdungsbeurteilung aufgenommen worden.

Die rechtliche Grundlage zur Unterweisung ist im § 12 Arbeitsschutzgesetz verankert. Hiernach hat „der Arbeitgeber die Beschäftigten über Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit und während ihrer Arbeitszeit ausreichend und angemessen zu unterweisen“. Die Ergebnisse der Gefährdungsbeurteilung sollen somit für den einzelnen Arbeitnehmer so aufbereitet werden, dass die Arbeit sicher und gesundheitsgerecht durchgeführt wird. Die Unterweisung muss vor Aufnahme der Tätigkeit und danach regelmäßig wiederholt werden.

Im Vorschriftenwerk der Unfallversicherung wird ergänzend ausgeführt, dass die Unterweisung „in einer für die Beschäftigten verständlichen Form und Sprache“ durchgeführt wird. Damit ist nicht nur gemeint, die Muttersprache der Beschäftigten zu beachten, sondern unbedingt auch das Sprach- und Bildungsniveau. Deshalb muss sich der Unternehmer auch vergewissern, dass der Unterwiesene die Inhalte der Unterweisung auch wirklich verstanden hat.

Von daher sollte die Unterweisung zu Sicherheit und Gesundheit auch möglichst im Dialog mit den Beschäftigten durchgeführt werden. Eine gute Hilfe hierfür sind die ausgewählten Medien der Arbeitsschutz-Mediathek.

[06.12.2018]

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