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    Jin, Jiyan, Azadi - Solidarität mit den Kämpfen im Iran

    Jin, Jiyan, Azadi - Solidarität mit den Kämpfen im Iran

    Solidaritätserklärung des Arbeitskreis Frauen des ver.di Bundesmigrationsausschusses

    Solidarität mit allen mutigen Frauen und Protestierenden im Iran

    Solidaritätserklärung der Arbeitsgruppe FuG vom ver.di- Bundesmigrationsausschuss ver.di Jin, Jihan, Azadi - Frau, Leben, Freiheit


    Als ver.di setzen wir für uns die Menschenrechte aller ein, unabhängig von Geschlecht, sexueller Orientierung, Herkunft, Religion oder sonstigen Merkmalen.
    Wir sind überzeugt, dass jede Frau das Recht hat, ihre Kleidung selbst zu wählen.
    In Deutschland kämpfen wir für die Gleichbehandlung aller Geschlechter und treten jeglicher Form der Unterdrückung und der Diskriminierung von Frauen und Menschen aktiv entgegen. 

    Am 13. September 2022 wurde Mahsa Amini von der sogenannten Sittenpolizei in Teheran wegen Verstoßes gegen das diskriminierende Verschleierungsgesetz gewaltsam inhaftiert.
    Drei Tage später am 16. September 2022 ist die 22-jährige Iranerin Mahsa Amini verstorben.

    Warum?

    Weil ihre Kleidung nicht den Vorstellungen der Herrschenden im Iran entsprochen hat, musste Mahsa sterben.

    Ihr Tod löste Trauer und Wut gegenüber dieser systematischen Gewalt aus und wurde zum Symbol für den Kampf der iranischen Frauen, der zu einem Aufstand weiter Teile der Gesellschaft wurde.

    Ein ganzes Volk fordert das Ende der Unterdrückung, Frauen nehmen ihre Kopftücher ab, verbrennen diese, schneiden ihre Haare ab und gehen unter Lebensgefahr auf die Straße – mittlerweile mit breiter Unterstützung und Solidarität aus der Gesamtbevölkerung.
    Die iranischen Behörden gehen brutal gegen die Demonstrierenden vor, die Zahl der Toten wächst täglich. Auch wurden der Zugang zu Internet und sozialen Medien extrem eingeschränkt.

    Wir verurteilen diese massiven Verletzungen von Menschen, insbesondere von Frauenrechten aufs Schärfste!
    Unsere Gedanken und Mitgefühl sind bei all den trauernden Müttern, Vätern, Schwestern, Brüdern und Freund*innen der unendlich vielen Mashas, welche ihr Leben für die Freiheit geopfert haben.
    Unsere Solidarität gilt allen Protestierenden, den frauenpolitischen und weiteren zivilgesellschaftlichen Organisationen im Iran.

    Vor Kurzem wurden die zwei Frauen und Aktivistinnen – Zahra Sedighi-Hamadani und Elham Choubdar – im Iran zum Tode verurteilt.

    Gründe für ihre Verurteilung sind laut Amnesty International ihre tatsächliche oder vermeintliche sexuelle Orientierung sowie ihre Aktivitäten zur Unterstützung der LGBTQI*-Community in den sozialen Medien. Wenn es nicht noch verhindert werden kann, werden sie hingerichtet. 
    Wir rufen mit ihnen „San, Sendegi, Asadi!“ – „Frau, Leben, Freiheit!“

    Wir fordern von der Bundesregierung einen sofortigen Abschiebestopp und ein Bleiberecht für alle geflüchtete Menschen aus dem Iran.

    Die systematische Gewalt im Iran muss aufhören – JETZT!


    Gegen Repression und
    Für Freiheit, Menschenrechte und ein
    selbstbestimmtes Leben
    von Frauen im Iran und weltweit.

    FÜR FRAUENRECHTE ÜBERALL!

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    T E R M I N H I N W E I S:

    Am 28.11.2022, um 18:00 Uhr, mit Said Boluri. Der Autor und Sozialwissenschaftler wurde 1979 in Mashad/Iran geboren. Er hält seit vielen Jahren Vorträge zur Lage der Menschenrechte im Iran, 2019 erschien sein Buch „Der Himmel über der Grenze“ mit einem Vorwort von Günther Wallraff.

    Anmeldung zur Onlineveranstaltung erforderlich unter:  verdi.migration-mfr@mail.de 
    Der Zugangslink wird einige Tage vor der Veranstaltung per Mail versendet.

     

    Arbeitskreis der Frauen des ver.di Bundesmigrationsausschusses
    Charlotte Johnson                               
    Cecilia Ramirez                                     
    Farah Hareb-Demir                               
    Meral Dogan
    Petra Salamanis

    [8.11.2022]