Nachrichten

Der Privathaushalt als Arbeitgeber

Der Privathaushalt als Arbeitgeber

Seit Januar 2015 ist die ver.di-Broschüre „…raus aus der Schwarzarbeit. Gute Arbeit in Privathaushalten“ – als gemeinsame Broschüre der Ressorts 5 und 9 – auf dem Markt.

Seit Anfang August ist nun auch die Dokumentation eines Fachforums zur Zukunft der Arbeit im Privathaushalt online, das im Juni vom Zentrum für Professionalisierung und Qualitätssicherung haushaltsnaher Dienstleistungen der Uni Gießen veranstaltet wurde. Unter dem Titel „Qualität sichern – Etablierung von Qualitätsstandards für haushaltsnahe Dienstleistungen“ hat die Veranstaltung 80 Expertinnen und Expertinnen versammelt und den Fokus darauf gelegt, die Vermittlung von Dienstleisterinnen und Dienstleistern in diesem Bereich genauer zu untersuchen. Die Dokumentation ist abzurufen unter https://www.uni-giessen.de/cms/fbz/fb09/institute/wdh/wpf/Infos/aktuelles/fachforum_19.06._berlin

Wie auch im Demografieprozess der Bundesregierung spielen bei den Erörterungen des Fachforums gute Arbeitsbedingungen und existenzsichernde Beschäftigungsverhältnisse leider kaum eine Rolle, kommentiert Mareike Richter, beim DGB zuständig für Frauen- und Gleichstellungspolitik, die Veröffentlichung der Uni Giessen.  „Es bleibt zentrale Herausforderung für uns als Gewerkschaften, diesen Aspekt in die weitere Diskussion aktiv einzubringen und damit gute Arbeit im Privathaushalt möglich zu machen,“ unterstreicht Eva M. Welskop-Deffaa, im ver.di-Bundesvorstand zuständig für Arbeitsmarkt- und Beschäftigungspolitik. „Die Umsetzung der ILO-Konvention 189, die vor einem Jahr, am 1.9.2014 in Deutschland in Kraft getreten ist, braucht unser Engagement und unseren kritischen Blick.“ (vgl. sopoaktuell Nr. 179)