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Zahl der Beschäftigten in Haushaltsnahen Dienstleistungen steigt

Zahl der Beschäftigten in Haushaltsnahen Dienstleistungen steigt

In den letzten zehn Jahren ist die Zahl der Beschäftigten in haushaltsnahen Dienstleistungen deutlich gestiegen, das ergibt die Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken (s. Tabelle). Im Jahr 2010 haben rund zwölf Prozent aller Haushalte in Deutschland (rund 4,9 Millionen) haushaltsnahe Dienstleistungen in Anspruch genommen. Dabei ist neben den geringfügigen Beschäftigungsverhältnissen, die über die Minijob-Zentrale erfasst werden, auch die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisse gestiegen.

Es spreche nichts dafür, so Eva M. Welskop-Deffaa, Mitglied im ver.di-Bundesvorstand, dass eine Konzentration der Förderung von Beschäftigung im Bereich haushaltsnaher Dienstleistungen auf das Instrument "Minijob" den Bedürfnissen der Beschäftigten und ihrem Anspruch auf gute Arbeit wirkungsvoll entspreche; im Gegenteil müssten verstärkt Anstrengungen unternommen werden, Beschäftigung im Privathaushalt als existenzsichernde sozialversicherungspflichtige Arbeit zu organisieren. Die dazu von der Bundesregierung in ihrer Antwort an die Linke beschriebenen Anstrengungen müssten verstärkt, die Fixierung auf geringfügige Beschäftigung überwunden werden.

Haushaltsnahe Beschäftigungsverhältnisse 2005-2014

Haushaltsnahe Beschäftigungsverhältnisse

Stichtag

geringfügig entlohnte Beschäftigungs-verhältnisse in Privathaushalten

sozialversicherungs-pflichtige Beschäftigungsver-hältnisse in Privathaushalten*

Juni 14

319 945

**

Juni 13

292 495

42 490

Juni 12

271 057

41 289

Stichtag

geringfügig entlohnte Beschäftigungs-verhältnisse in Privathaushalten

sozialversicherungs-pflichtige Beschäftigungs-verhältnisse in Privathaushalten*

Juni 11

256 543

39 157

Juni 10

238 882

37 305

Juni 09

207 285

36 056

Juni 08

181 813

34 765

Juni 07

152 552

33 743

Juni 06

132 409

36 083

Juni 05

118 344

31 943

Quelle: Minijob-Zentrale der Knappschaft-Bahn-See (KBS), Statistik der Bundesagentur für Arbeit * Zahlen aus den Statistiken der Bundesagentur für Arbeit Hinweis:
– bis Dez. 2007 Wirtschaftszweig 95 (WZ 2003) – Private Haushalte mit Hauspersonal
– ab Mrz. 2008 Wirtschaftszweig 97 (WZ 2008) – Private Haushalte mit Hauspersonal

** Angaben liegen noch nicht vor.

Methodische Erläuterungen: Für die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisse (Tabelle 2) erfolgt die Abgrenzung der haushaltnahen Dienstleistungen anhand der Wirtschaftszweigklassifikation. Die Auswertungen werden für die Wirtschaftsabteilung „Private Haushalte mit Hauspersonal“ vorgenommen. Die Wirtschaftsabteilung umfasst die Tätigkeit von Haus halten in ihrer Eigenschaft als Arbeitgeber von Hauspersonal. Nicht enthalten sind: die Erbringung von Dienstleistungen wie Kochen, Gartenpflege usw. durch Dienstleistungsagenturen oder selbstständige Einzelpersonen.

Die Daten zu den geringfügig entlohnten Beschäftigungsverhältnisse (Tabelle 2) basieren auf den im Rahmen des Haushaltsscheckverfahrens gemeldeten Beschäftigten, es handelt sich folglich um Meldedaten (Quartalswerte) der Minijob-Zentrale der Knappschaft-Bahn-See.

Bei den Angaben der Minijob-Zentrale handelt es sich um Informationen über die Geschäftsprozesse der Minijob-Zentrale, die nicht unmittelbar mit den statistischen Daten der Bundesagentur für Arbeit vergleichbar sind.

 Die vollständige  Antwort  der Bundesregierung ist abgedruckt unter (18/2378 <http://dip.bundestag.de/btd/18/023/1802378.pdf>).