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#Unteilbar: Aufbruch in eine solidarische Gesellschaft

#Unteilbar: Aufbruch in eine solidarische Gesellschaft

Es wurde mehr als ein nur großes Zeichen gegen den anhaltenden Rechtsruck in Deutschland. Über 240.000 Menschen beteiligten sich am Samstag, den 13.10. an der #Unteilbar Demo für Solidarität statt Ausgrenzung - über fünf Mal mehr als die VeranstalterInnen erwartet hatten.

Ein breites Bündnis sehr engagierter Einzelpersonen und Organisationen, hat die Demo innerhalb weniger Wochen auf die Bein gestellt. Und die Vielfalt spiegelte sich bei den TeilnehmerInnen wider: Von den AktivistInnen der Seebrücke gegen das Sterben im Mittelmeer über Mieterinitiativen, von den KollegInnen bei Ryanair bis zu verschiedenen Frauenorganisationen, von vielen Antirassismus- und Flüchtlingsgruppen bis den Wohlfahrtsverbänden waren die unterschiedlichsten Menschen auf der Straße.

Vielfalt im Gewerkschaftsblock

Auch der Bundesmigrationsausschuss und die ver.di Jugend riefen zur Demo auf und sorgten mit dafür, dass ein großer, bunter Gewerkschaftsblock auf der Demo präsent war.

Die Botschaft: Wir lassen uns nicht spalten, wir lassen nicht zu, dass die soziale Frage, der Kampf für gute Bildung, Pflege und Arbeit und das Recht auf Flucht und Migration gegeneinander ausgespielt werden- unsere Kämpfe sind unteilbar!

Stellvertretend für die gute Beteiligung von GewerkschafterInnen an der Demo unterstrich Hans Urban vom Bundesvorstand der IG Metall bei der Abschlusskundgebung, dass die soziale Frage „auch heute zwischen oben und unten entscheiden wird, zwischen reich und arm, zwischen denen, die Geld, Eigentum und Macht besitzen und denen, die nichts von dem haben.“

Die Gewerkschaften repräsentierten „Menschen aus aller Herren Länder, mit unterschiedlichen Herkünften, Kulturen und Lebensentwürfen.“ Gewerkschaften ohne die Kolleginnen und Kollegen mit migrantischem Hintergrund oder mit nicht-deutschem Pass seien eine Horrorvorstellung. „Welch ein Verlust an Erfahrungen und Impulsen - und an Kampfkraft wäre das!“ so Urban zum Ende seiner Rede.

Erdogan Kaya, Vorsitzender des Bundesmigrationsausschusses von ver.di hofft, dass die Demo wie ein Aufbruch in eine solidarische Gesellschaft wirke, an dem sich ver.di stärker beteiligen müsse: „Wir müssen diese Power mitnehmen und die Kämpfe zusammen führen" - das ist unser Signal, wir sind Unteilbar!“