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    Zwangsverrentung und Flexi-Rente

    Zwangsverrentung und Flexi-Rente

    Am 10. November 2015 hat die Koalitionsarbeitsgruppe „Flexi-Rente“ ihr Kompromiss-Papier vorgestellt (vgl. sopoaktuell Nr. 231 vom 27.11. 2015) und deutlich gemacht: Bei der Zwangsverrentung soll es noch in dieser Legislaturperiode Verbesserungen geben. Es soll vermieden werden, dass Menschen mit 63 Jahren zwangsweise aus dem Arbeitsleben heraus und dauerhaft in die Grundsicherung im Alter hinein geraten. Die Lösung der Arbeitsgruppe stellt Verbesserungen für einen Teil der bislang betroffenen Langzeiterwerbslosen dar, schafft aber neue Probleme, wenn sie 1:1 umgesetzt würde. Das IAB hat nun einen weiterentwickelten Lösungsvorschlag vorgestellt, der das ver.di-Anliegen, die Zwangsverrentung abzuschaffen, aufgreift, ohne die Nachrangigkeit der SGB-II-Leistungen in Frage zu stellen. Es wäre wünschenswert, dass bei der Umsetzung des Koalitions-Kompromisses der IAB-Vorschlag einbezogen wird.

    http://www.oekonomenstimme.org/artikel/2015/12/mehr-erwerbsbeteiligung-statt-verpflichtender-fruehrente/