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ver.di und GDA | Arbeitsschutz-Kooperation

ver.di und GDA | Arbeitsschutz-Kooperation

ver.di und Gemeinsame Deutsche Arbeitsschutzstrategie (GDA) – Gemeinsam für einen gesunden Rücken und ein starkes Skelett

Mit ihrem Arbeitsprogramm 2013-2018 versammelt die Gemeinsame Deutsche Arbeitsschutzstrategie (GDA) unter ihrem Dach alle relevanten Akteure des Arbeitsschutzes, um Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit stärker in den Mittelpunkt des Interesses zu rücken – auch ver.di und den DGB. 

Die Humanisierung der Arbeitswelt ist ein wichtiges und altes, aber sich im stetigen Wandel befindliches Aufgabenfeld der Gewerkschaften. Berufsbedingte Erkrankungen zu verhindern und Arbeitsunfälle zu vermeiden gehört gerade auch in der Arbeitswelt 4.0 zu den dringendsten Herausforderungen solidarischer Interessenvertretung. Denn zu den alten Risiken kommen neue hinzu – psychische Belastungen verstärken die beruflichen Gefährdungen der Gesundheit; gerade Rücken und Gelenke sind nicht nur bei den Müllwerkern, sondern auch in Kita und Büro, in Krankenhaus und Spedition erheblichen Belastungen ausgesetzt. Aus diesem Grund ist ver.di einer der wichtigsten Kooperationspartner zur Umsetzung der Gemeinsamen Deutschen Arbeitsschutzstrategie:  bei der Gestaltung und der betrieblichen Entwicklung, Erprobung und Anwendung von Präventionsaktivitäten. 

Das Arbeitsprogramm 2013-2018 der Gemeinsamen Deutschen Arbeitsschutzstrategie fokussiert auf drei Arbeitsschutzziele und Handlungsfelder:

  • ORGA – Verbesserung der Organisation des betrieblichen Arbeitsschutzes
  • MSE – Verringerung von arbeitsbedingten Gesundheitsgefährdungen und Erkrankungen im Muskel-Skelett-Bereich
  • PSYCHE – Schutz und Stärkung der Gesundheit bei arbeitsbedingter psychischer Belastung

 

ver.di und DGB beim Weltkongress für Arbeitsschutz 2014 – Ort des Auftaktes des Arbeitsprogramms MSE“ (24.08.2014)
LG
ver.di Weltkongress für Arbeitsschutz 2014  – ver.di und DGB beim Weltkongress für Arbeitsschutz 2014 – Ort des Auftaktes des Arbeitsprogramms MSE“ (24.08.2014) LG

 

Die Anfang 2015 unterzeichnete Kooperationsvereinbarung von ver.di und der Nationalen Arbeitsschutzkonferenz hat insbesondere das Handlungsfeld der Verringerung von arbeitsbedingten Gesundheitsgefährdungen und Erkrankungen im Muskel-Skelett-Bereich (MSE) zum Ziel. Die folgenden gemeinsamen Aktivitäten sind vorgesehen, um dazu beizutragen, dass Tätigkeiten mit hohen körperlichen Belastungen sowie bewegungsarme und einseitig belastende Tätigkeiten gesundheitsgerecht gestaltet werden: 

  • Erstellung einer Best Practice-Aufstellung zur Vermeidung von MSE-Erkrankungen
  • Konzeption eines thematischen Seminarmoduls mit Nutzungsrecht durch ver.di
  • Erstellung einer kurzen branchenübergreifenden Handlungsanleitung für Beschäftigte
  • Deren Verbreitung in den Dienstleistungsbranchen, mit dem Ziel, eine Chronifizierung von MSE-Beschwerden zu vermeiden
  • Analyse der MSE-Risiken von Beschäftigten mit Migrationshintergrund in den Dienstleistungsbranchen und Entwicklung von ver.di Produkten zur zielgenauen  Ansprache von Beschäftigten mit Migrationshintergrund
  • Integration der Informationen und Materialien in die Produktdatenbank des Online-Portals der Gemeinsamen Deutschen Arbeitsschutzstrategie im Arbeitsprogramm  MSE.

Die Win-Win-Situation für die Kooperationspartner und letztendlich für die von den Ergebnissen der Zusammenarbeit profitierenden Beschäftigten wird dadurch erzielt, dass die langjährige Expertise der Nationalen Arbeitsschutzkonferenz in Bezug auf die Vernetzung der relevanten Akteure, auch der Vertreter/-innen aus Wissenschaft und Forschung, hier mit der betrieblichen Nähe und den entsprechenden Zugangsmöglichkeiten der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft zusammengeführt wird.

Auf den Internetseiten von GDA und ver.di wird in lockeren Abständen über die Kooperation berichtet, die Informationen werden online verlinkt. 

Auch das Gewinnspiel, das ver.di zum 4. Ordentlichen Bundeskongress aufgelegt hat, ist Teil der Arbeitsschutz-Kooperation.