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Mit Hand und Fuß - ver.di ist offen für Vielfalt

Mit Hand und Fuß - ver.di ist offen für Vielfalt

Aktionsleitfaden „Offene Tür für Migrantinnen und Migranten“

Liest man die Gründungsdokumente der ver.di oder spricht mit ver.di-Mitgliedern der ersten Stunde, wird deutlich:
Vielfalt ist die Grundmelodie der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di.
ver.di ist offen für Beschäftigte aus verschiedenen Dienstleistungsbranchen, für Alt und Jung, Frauen und Männer, für Menschen mit und ohne Migrationshintergrund.

Im Alltag ist diese Botschaft gelegentlich verschüttet. Menschen mit Migrationshintergrund finden nicht automatisch die offene Tür der ver.di.
Unter den Menschen mit Migrationshintergrund sind nur knapp 13 Prozent Mitglied einer Gewerkschaft, obwohl drei Viertel von ihnen sich vorstellen können, „Mitglied einer Gewerkschaft zu werden, die sich um ihre Rechte als Arbeitnehmer/in kümmert.“1)

Die offene Tür der ver.di findet sich nicht von allein – es ist wichtig, dass wir auf Kollegen und Kolleginnen mit Migrationshintergrund aktiv zugehen und sie auf ver.di ansprechen. Heute sind nur 16 Prozent der Unter-30-Jährigen mit Migrationshintergrund je gefragt worden, ob sie Mitglied einer Gewerkschaft werden wollen, auch bei den Kollegen und Kolleginnen über 50 ist es immer noch weniger als die Hälfte2).

Wir wollen, dass die offene Tür sichtbar wird. Wir wollen, dass Menschen mit Migrationshintergrund sich eingeladen fühlen, Mitglied von ver.di zu werden.

Fußabdrücke zur GR-Aktion "ver.di ist offen für Vielfalt" ver.di  –

Für die Sitzung des Gewerkschaftsrates (GR) im Juni 2014 in Gladenbach haben wir daher die Aktion „Offene Tür für Migrantinnen und Migranten“ konzipiert und als gemeinsame Aktion von Bundesmigrationsausschuss und Gewerkschaftsrat durchgeführt.

Die Aktion machte symbolisch sichtbar, dass die Tür unserer Gewerkschaft für Migrantinnen und Migranten offen steht: Vor einem eigens aufgebauten Türrahmen mit offener Tür haben wir einen roten Teppich ausgerollt. Und alle Teilnehmer_innen der Aktion klebten Fußstapfen aus Klebefolien auf den roten Teppich, die so den Weg zu ver.di wiesen.

Titelbild Pilotstudie Wippermann ver.di Pilotstudie

Auf die Fußstapfen hatten die TeilnehmerInnen zuvor Willkommensgrüße geschrieben – in ganz verschiedenen Sprachen: Benvenuto, Welcome, Mabuhay … Schaut euch den Videoclip zur Aktion an.

Die Aktion war sehr aussagestark und hat viel Spaß gemacht. Wir können sie deshalb zur Nachahmung im Rahmen eurer Aktivitäten vor Ort empfehlen.
Mit Hand und Fuß können wir für die aktive Teilhabe der MigrantInnen werben.

Die „Gelbe Hand“ steht traditionell für das gewerkschaftliche Engagement gegen Rassismus und Ausgrenzung, die gelben Füße kommen hinzu als Symbol unseres Engagements für Vielfalt und eine Willkommenskultur in ver.di.

Wir haben zur Unterstützung ein Aktionspaket geschnürt, und bieten euch dieses hiermit für eure Arbeit an. Die Bestellung erfolgt über die Firma IVB Direktmarketing (zum Bestellschein).

Aktionspaket:

25 Fußstapfen aus Klebefolie (lassen sich leicht wieder entfernen) und 25 Broschüren der Pilotstudie kosten 30 Euro.
Die Broschüre steht für ver.di-Mitglieder im Mitgliedernetz zum Download zur Verfügung.

Material vom Kumpelverein kann über folgenden Link bestellt werden: http://www.gelbehand.de/cms/index._cGlkPTIyNg_.html

Wir wünschen euch phantasievolle Aktionen und freuen uns auf euer Feedback (Fotos, Berichte, Tipps ... für unser Internet).

 

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1)
Die Zahlen entstammen der Broschüre „Von Gewerkschaften erwarte ich, dass sie sich für sichere Arbeitsplätze einsetzen!“, die als sopodialog im Mai 2014 erschienen ist.
Die in der Broschüre dokumentierte Pilotstudie von Prof. Dr. Carsten Wippermann entstand im Kontext der ver.di-Kampagne „Wahlrecht für alle!“, S. 9

2) Broschüre „Von Gewerkschaften erwarte ich, dass sie sich für sichere Arbeitsplätze einsetzen!“, S. 16