Umfrage zum Themenkomplex Arbeitsmarktpolitik auf dem ver.di-Bundeskongress

09.10.2023

Auf dem ver.di-Bundeskongress wird alle vier Jahre der Grundstein für unsere gewerkschaftliche Arbeit gelegt – so auch auf dem 6. ver.di-Bundeskongress vom 18. bis 22. September 2023 in Berlin. Erstes Highlight aus Sicht unseres Ressort Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik war die Wahl unserer neuen Ressortleiterin Rebecca Liebig, die mit 94,7 Prozent - also rund 95 Prozent - das beste Ergebnisse aller Kandidat*innen einfahren konnte. In den folgenden Tagen wurde dann eine Vielzahl an Anträgen aus den diversen Bereichen teilweise hitzig diskutiert. Hierbei wurde ein weiteres Mal deutlich, wie viele progressive und unterschiedliche Menschen in ver.di organisiert sind und sich täglich ehren- und hauptamtlich für die Interessen der Arbeitnehmer*innen in unserem Organisationsbereich einsetzen.

Am stärksten bleiben wohl die beiden letzten Kongresstage im Gedächtnis. Während am Donnerstag bis in den späten Abend hinein das Thema der Friedenspolitik diskutiert wurde, folgten am Freitag die Anträge zu den Satzungsänderungen. In diesem Verfahren kam es zu einem historisch zu nennenden Moment. Unter tosendem Applaus, Standing Ovations und wehenden Regenbogenfahnen wurde die Satzung geändert und der LGBTQIA+-Community eine eigenständige Personengruppe zugesprochen!

Neben dem großen Kongresssaal konnten die Delegierten eine interessante Ausstellung besuchen, zudem wurde an zahlreichen Ständen Infomaterial und weitere nützliche Dinge an die Delegierten verteilt. Auch wir vom Ressort 5 (zuständig für Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik) waren mit einem Stand vertreten. Betreut wurde dieser jeweils für zwei Tage von den Personengruppen der Migrant*innen und der Erwerbslosen sowie dem Bundesarbeitskreis für Schwerbehindertenpolitik, die alle an unser Ressort angebunden sind.

Umfrage zur Arbeit unseres Ressorts mit einem Schwerpunkt Arbeitsmarktpolitik

Darüber hinaus führten wir eine Umfrage zum Thema Arbeitsmarktpolitik durch, in welcher zahlreiche ehrenamtliche Mitglieder persönlich befragt wurden. In der Auswertung der Umfrage wurde deutlich, wie vielseitig das Feld der Arbeitsmarktpolitik wahrgenommen wird. Gelichzeitig kristallisierte sich noch einmal heraus, wie bedeutsam und wichtig dieser Bereich ist. Denn fast die Hälfte der Befragten gaben an, schon einmal mit der Bundesagentur für Arbeit und/oder einem Jobcenter in Kontakt gewesen zu sein. Dabei waren die Erfahrungen der Delegierten sehr gemischt und vor allem sehr stark mitarbeiter- bzw. einrichtungsabhängig.

Ein weiterer Schwerpunkt der Umfrage war das Thema der Selbstverwaltung in der Arbeitsverwaltung. Diesbezüglich wussten zwar 2/3 der Befragten, dass die Arbeitsverwaltung selbstverwaltet ist, doch ein genaues Verständnis, wie diese konkret gestaltet ist, was Selbstverwaltung konkret bedeutet, war nur selten in der Tiefe vorhanden – eine wichtige Erkenntnis für die Öffentlichkeitsarbeit in diesem Bereich.

Was die zukünftige Entwicklung des Arbeitsmarktes betrifft, waren vor allem die Themen Arbeits- und Fachkräftemangel, Digitalisierung sowie Aus- und Weiterbildung, die am häufigsten genannten Stichwörter und aus Sicht der Delegierten besonders relevant. Der letzte Teil der Umfrage bezog sich auf unseren Newsletter „sopojetzt“. Dabei stellte sich heraus, dass über die Hälfte der Befragten diesen bereits kannten und überwiegend als gut bewerteten. Ziel bleibt aber natürlich auch weiterhin eine Vergrößerung der Anzahl unserer Abonnent*innen und ein noch passgenauerer Zuschnitt im Hinblick auf die inhaltliche Ausgestaltung.  

Zum Schluss bleibt nur noch: „Danke“ zu sagen. Unser Dank gilt allen Delegierten für die Teilnahme am Bundeskongress. Und allen Mitarbeiter*innen, die den Bundeskongress erst möglich gemacht haben. Und ein besonderer Dank geht an alle Delegierten raus, die sich die Zeit genommen haben, an unserer Umfrage teilzunehmen. Denn so helft ihr uns, unsere zukünftige Arbeit im Ressort 5 stetig zu verbessern.

[10.10.2023 / Philip Woith]

 

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