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ver.di-Beratung für Erwerbslose nach wie vor wichtig

ver.di-Beratung für Erwerbslose nach wie vor wichtig

Nach wie vor ist die Erwerbslosenberatung ein erfolgreicher Bestandteil des Serviceangebots von ver.di. Ehrenamtliche Kolleg*innen beraten unter dem Leitgedanken „Betroffene beraten Betroffene“ vor Ort in den Bezirken, aber auch über das ver.di-Internet-Beratungsportal. Mit der ver.di-Erwerbslosenberatung werden neben erwerbslosen Mitgliedern auch Mitglieder in prekärer Beschäftigung und sogenannte „Aufstocker“ angesprochen. Diese werden kompetent beraten und zeitnah bei der Lösung ihrer Probleme unterstützt. Auf den speziellen Internetseiten können betroffene ver.di-Mitglieder jederzeit Anfragen in die vorgegebenen Felder eintragen. Denn in beruflichen „Umbruchsituationen“ gibt es viele dringende Fragen, die hier beantwortet werden können. Wie sieht es mit Sperrzeiten aus? Wie viel wird aufgestockt? Was wird angerechnet? Was ist beim Übergang von dem Bezug von Hartz-IV-Leistungen in die Altersrente zu beachten? Ein Großteil der Anfragen wird binnen eines Tages beantwortet. In besonders eiligen Fällen werden die Antworten auch innerhalb weniger Stunden erteilt. 

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Erfolgreiche Arbeit der ver.di-Erwerbslosenberatung

Ans Netz ging die Onlineberatung bereits im August 2004, kurz bevor die Arbeitslosen- und die Sozialhilfe vom Gesetzgeber zusammengelegt wurden.  Schon damals war dem ver.di-Bundeserwerbslosenausschuss klar, dass es mit dem Hartz-IV-System kompliziert werden und erhöhter Beratungsbedarf die Folge sein würde. Seit 2004 wurden über 7.000 Beratungen im Internet durchgeführt und allein im letzten Jahr (2018) waren es insgesamt 208 Anfragen mit rund 260 Beratungen durch acht ehrenamtliche Kolleg*innen aus der ver.di-Erwerbslosenarbeit. Das Beratungsangebot im ver.di-Internet kann viele Probleme der Erwerbslosen und der sogenannten „Aufstocker“ zügig und kompetent lösen und ist somit ein wichtiger Bestandteil der Mitgliederbetreuung. 

Da Erwerbslose im Regelfall keine betriebliche Anbindung haben, ist es besonders wichtig, dass ver.di bundesweit für die Belange der Erwerbslosen erreichbar und ansprechbar ist und sich um durch Arbeitslosigkeit oder prekäre Beschäftigung bedingte spezifische Problemlagen kümmert. Die Internetberatung ist ein guter Ersatz, wenn keine ver.di-Ansprechperson vor Ort ist. Ohne sie wäre es schwer, Erwerbslose als Mitglieder zu halten oder zu gewinnen.

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Die digital erreichbaren Erwerbslosenberater*innen sind versiert, verfügen über langjährige und einschlägige Erfahrungen. Um sie immer auf dem Laufenden zu halten, findet jährlich eine Tagung statt. Neben dem Erfahrungsaustausch steht dabei die aktuelle Rechtsprechung im Mittelpunkt der Fortbildung. In den letzten Jahren ist die Beratungsintensität u.a. aufgrund der Komplexität der Sozialgesetzbücher, der Rechtsprechung und der praktischen Anwendung in den Jobcentern, noch anspruchsvoller geworden. Die Beratung geht oftmals über die reine Sozialgesetzgebung hinaus und beinhaltet auch Fragen zur Lebenssituation und der Lebensplanung der Betroffenen. Falls es sich abzeichnet, dass ein reguläres Rechtsverfahren (Widerspruch oder Klagen) angestrebt werden sollte bzw. in besonders schwierigen Fällen, wird auf die individuelle ver.di- oder DGB-Rechtsberatung verwiesen. 

Ausblick

Trotz einer derzeitigen Entspannung am Arbeitsmarkt gibt es nach wie vor einen regelmäßigen Bedarf an Beratung. Das liegt zum einen an den komplexen Gesetzen und Verordnungen und zum anderen an der sich verändernden Arbeitswelt mit zunehmender prekärer Beschäftigung oftmals im Niedriglohnsektor. Deshalb ist und bleibt die Erwerbslosenberatung und insbesondere die Aufstockerberatung im ver.di-Internet unverzichtbar. 

Informationen zur Beratung unter https://verdi-erwerbslosenberatung.de und https://www.verdi-erwerbslosenberatung.de/aufstockerberatung/.

[9.4.2019]