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Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik: Gendergerecht

Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik: Gendergerecht

Als Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ist ver.di in besonderer Weise aufmerksam für die unterschiedlichen Auswirkungen arbeitsmarkt- und sozialpolitischer Veränderungen auf Männer und Frauen (!). Im März gibt es alljährlich zwischen dem Internationalen Frauentag (8. März) und dem Equal Pay Day (19. März) besonders viele Gelegenheiten, diese Unterschiede anzusprechen. ver.di beteiligt sich aktiv an den Veranstaltungen, die aus diesem Anlass deutschlandweit stattfinden, ebenso wie an den Aktionen zum Girls’ Day am 28. April 2016:

Rund um die Aktionstage ergeben sich nicht nur für den Bereich Frauen in ver.di gute Möglichkeiten, frauenpolitische Forderungen öffentlich mit Nachdruck zu transportieren; traditionell sind auch im Ressort Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik im März zahlreiche Termine für die Konkretisierung einer gendergerechten Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik reserviert.

In diesem Jahr sind einige Termine besonders zu nennen:

Am Mittwoch, den 2. März 2016 fand der Workshop Mutterschutzrechte in der ver.di-Bundesverwaltung statt. Beim Bundeskongress im September 2015 in Leipzig war das Ressort Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik beauftragt worden, den vorliegenden Antrag zum Mutterschutz weiter zu konkretisieren (vgl. sopoaktuell Nr. 233). Dazu waren die zuständigen Aktiven in ver.di nach Berlin eingeladen, um Fragen z. B. des Arbeitszeitrechts für Schwangere und die praxisgerechte Umsetzung von EU-Recht in deutsches Recht zu diskutieren. Leitfaden bleibt die inzwischen in 5. Auflage vorliegende Broschüre „Aktiv und sicher in Schwangerschaft und Beruf – Ratgeber Mutterschutz“, mit der ver.di den politischen Handlungsbedarf früh aufgegriffen und konkrete Vorschläge vorgelegt hat.

Auszug aus dem Zeichentrickfilm "Alterssicherung" anl. des 4. Ordentlichen ver.di-Bundeskongresses 2015 ver.di  –

Am 8. März 2016 wird Eva Welskop-Deffaa, Leiterin des Ressorts Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik in ver.di, auf Einladung des Frauenbündnisses Rheinland-Pfalz in Mainz über "Frauenrenten mit Niveau! Altersvorsorge ohne Sorge vor dem Alter?“ referieren.

Am 10. März 2016 spricht Dr. Judith Kerschbaumer, Leiterin des Bereichs Sozialpolitik im Ressort Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik bei der Frauenversammlung des Bezirksamts Steglitz/Zehlendorf zur Frage „Wie sieht meine Alterssicherung aus?" Sie wird neben allgemeinen Fragen der Alterssicherung im Besonderen Alterssicherungsrisiken von Frauen ansprechen.

Am 21. März 2016 folgt eine Veranstaltung der kommunalen Frauenbeauftragten Frankfurt am Main gemeinsam mit Volkshochschule, Frauenbüro und dem ver.di-Bezirk in Offenbach, bei der Judith Kerschbaumer unter der Überschrift „Von der Lohnlücke zur Rentenlücke? Rente und Altersarmut von Frauen“ diesem Themenkomplex vertieft nachgehen wird.

In Bad Bentheim (Emsland) diskutiert Eva Welskop-Deffaa am 22. März 2016 im Gespräch mit den Gleichstellungsbeauftragten (Landkreis, Städte), mit dem örtlichen Frauenbündnis und den ver.di-Kolleginnen aus der Region arbeitsmarkt- und sozialpolitische Fragen. Sie wird dabei besonderes Augenmerk auf die drohende Altersarmut von Frauen lenken. In der anschließenden öffentlichen Veranstaltung geht es in Bad Bentheim um typische Herausforderungen von Frauenerwerbsverläufen: "... und raus bist du: Frauenerwerbsverläufe, Minijobs und Teilzeit nach Erwerbspausen.“

 

Auszug aus dem Zeichentrickfilm "Alterssicherung" anl. des 4. Ordentlichen ver.di-Bundeskongresses 2015 ver.di  –

Weitere interne und externe Termine, zu denen die Kolleginnen des Ressorts im März eingeladen sind, machen deutlich: Alterssicherung ist 2016 das Thema Nr. 1, das die Frauen nicht nur am Equal Pay Day und zum Internationalen Frauentag interessiert. Für Frauen steht und fällt die Existenzsicherheit im Alter mit der Armutsfestigkeit der gesetzlichen Rentenversicherung. Das niedrigere Lebenserwerbseinkommen lässt wenig Spielraum für private Vorsorge; gleichzeitig verfügen Frauen über niedrigere  Betriebsrentenansprüche. , die Frauenerwerbsbiografien im Vergleich zu ihren männlichen Kollegen prägen.
Die Forderung, das Absinken des Rentenniveaus zu stoppen, und die Erwartung, dass Lücken in den Versicherungsbiografien rentenrechtlich geschlossen werden, steht für die Frauen deshalb im Zentrum des Interesses.

Vorankündigung: Die ver.di-Frauen-Alterssicherungskonferenz am 6. September 2016 in Berlin wird diese Themen im Kontext der DGB-Alterssicherungskampagne aufgreifen (Termin/link).

Auch der Zeichentrickfilm über die Zukunft der Rente, der von ver.di zum 4. Ordentlichen Bundeskongress produziert wurde, lenkt den Blick intensiv auf die besondere Bedeutung einer guten Rente für Frauen.