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    Tag der Migranten - Partizipation für alle stärken

    Tag der Migranten - Partizipation für alle stärken

    Im Jahr 2000 hat die UN den 18. Dezember als Internationalen Tag der Migranten ausgerufen. Anlässlich dieses Tags betont Eva M. Welskop-Deffaa, im Bundesvorstand der ver.di zuständig für die Belange der Menschen mit Migrationshintergrund: „Die Zahl der Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland wächst. Aus vielen Ländern und aus ganz unterschiedlichen Motiven kommen Frauen und Männer nach Deutschland um hier zu leben und zu arbeiten. Es ist wichtig, dass sie hier unsere Gewerkschaften offen für ihre Themen und Anliegen erfahren. ver.di hat 2013 mit der Kampagne „Wahlrecht für alle“ klar Position bezogen und sich für die Verbesserung der politischen Teilhaberechte von Migranten und Migrantinnen eingesetzt. Diese Anstrengungen werden wir 2014 fortsetzen.“

    Unabhängig von der Staatsbürgerschaft müsse es möglich sein, in Deutschland das aktive und passive Wahlrecht zu erlangen – bei Kommunal-, Landtags- und Bundestagswahlen, so die Kernbotschaft der Kampagne. Bei Betriebsratswahlen entscheidet längst nicht mehr die Nationalität, sondern nur die Betriebszugehörigkeit. Damit hat ver.di gute Erfahrung gemacht. „Wir haben hervorragende Kollegen und Kolleginnen, die als Italiener und Türkinnen, als Polinnen oder Spanier aktive Betriebsratsarbeit machen,“ so Welskop-Deffaa.

    Die neue Broschüre „Mitmachen. Mitbestimmen. Frauen verändern ihre Arbeitswelt“ mit der der ver.di Landesbezirk  Hamburg für die Personalratsarbeit und die Betriebsratswahlen 2014 wirbt, portraitiert eine dieser Kolleginnen: Ülkü Ceran, Personalrätin im Bezirk Hamburg-Mitte. Ülkü Ceran ist in Deutschland geboren, ebenso wie ihr Mann, aber beide haben sich nicht einbürgern lassen. Das sei für sie „nie eine Frage gewesen,“ meint Ülkü. Ihr Engagement für die Arbeit und den Personalrat sieht sie ganz unabhängig von der Staatsbürgerschaft. Nachteile erkennt sie für sich vor allem in der Tatsache, nicht Beamtin werden zu können. „Aber das will ich ohnehin nicht, weil ich mein Streikrecht nicht aufgeben will.“

    Die Broschüre „Mitmachen. Mitbestimmen. Frauen verändern ihre Arbeitswelt“ kann beim Landesbezirk Hamburg, Gewerkschaftshaus, Besenbinderhof 60, 20097 Hamburg (bezirk.hamburg@verdi.de) bestellt werden.

    Materialien der Kampagne „Wahlrecht für alle“ im ver.di-Mitgliedernetz

    Zur Kampagne Wahlrecht für alle!