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#KeinWirOhneUns

#KeinWirOhneUns

Auf der Zielgraden zur Bundeskonferenz der Migrant*innen in ver.di 2019

Ob in den Kitas, bei den Postunternehmen, im ÖPNV oder an den Flughäfen: In vielen Betrieben und in vielen Arbeitskämpfen setzen sich Beschäftigte mit Migrationshintergrund aktiv für die Verbesserung der Arbeitsbedingungen und gegen Diskriminierung ein. Sie treten für ihre und für die Rechte aller Kolleg*innen ein – als aktive Gewerkschaftsmitglieder und Vertrauensleute, als Betriebs- und Personalrät*innen.

Für Mitglieder mit Einwanderungsgeschichte gibt es viele Möglichkeiten, sich aktiv in ver.di einzubringen. Durch den Status als Personengruppe haben Migrant*innen seit 2011 die Möglichkeit, auf allen ver.di-Ebenen, ob in den Bezirken, Landesbezirken oder der Bundesebene, eigene Migrationsausschüsse zu gründen.

Die Mitglieder entscheiden

Im Rahmen der Organisationswahlen 2018/19 fanden in allen zehn ver.di-Landesbezirken von Juni bis Dezember 2018 Mitgliederversammlungen oder Konferenzen der Migrant*innen statt. 

Denn ver.di ist eine Mitgliederorganisation, in der die Mitglieder entscheiden. Sie wählen bei den Organisationswahlen alle vier Jahre ihre Vertreter*innen, die dann in verschiedenen Konferenzen und Gremien die Politik der Organisation bestimmen, etwa im Bundesmigrationsausschuss und in der Bundeskonferenz der Migrant*innen. Natürlich nehmen die Migrant*innen auch ihre Rechte in den „Regelstrukturen“ war und entsenden zum Beispiel ein Mitglied in den jeweiligen ehrenamtlichen Vorstand ihres ver.di-Landesbezirks.

Die volle Vielfalt bei der Bundeskonferenz der Migrant*innen

Auf den Versammlungen wurde über aktuelle Themen der Aktiven sowie betriebliche und gewerkschaftliche Perspektiven gesprochen und die Arbeit der Landesmigrationsausschüsse in den zurückliegenden vier Jahren resümiert. Eine Vielzahl an Forderungen wurde im Rahmen der Antragsberatung in die 3. Bundeskonferenz der Migrant*innen in ver.di eingebracht. Hier werden sich am 29./30. März 2019 in der ver.di-Bundesverwaltung in Berlin circa 50 Delegierte mit Migrationshintergrund aus allen Landesbezirken treffen und sich vernetzen.

Die Forderungen der dort zu verabschiedenden 23 Anträge reichen von Verbesserungen des Fachkräfteeinwanderungsgesetzes, über die Bekämpfung prekärer Beschäftigung und der Schaffung von gerechten Zugänge zu Guter Arbeit für junge Migrant*innen und Geflüchtete bis hin zur Auseinandersetzung mit der AfD und dem gesellschaftlichen Rechtsruck. Und natürlich gilt, was für die Gesellschaft gefordert wird, auch für ver.di. Viele Anträge formulieren konkrete Vorschläge, wie in einer vielfältigen Gesellschaft auch die Gewerkschaft in ihren haupt- und ehrenamtlichen Strukturen vielfältiger werden kann – kurz gesagt: #KeinWirOhneUns.